Die Phase sinkender Immobilienpreise in Österreich ist nach Einschätzung des Raiffeisen-Ökonomen Matthias Reith vorbei. Er zieht diesen Schluss in einer aktuellen Analyse, wie die Salzburger Nachrichten berichten.
Demnach hat sich Wohneigentum im Jahr 2025 um ein Prozent verteuert. Für das laufende Jahr erwartet Raiffeisen Research einen Anstieg um 2,5 Prozent.
Die dadurch gestiegenen Energiepreise verteuern nach seinen Angaben auch in Österreich das Bauen. Die Globalisierung, so Reith, mache vor den heimischen Baustellen nicht Halt.
Höhere Baukosten sorgen laut Reith dafür, dass weniger gebaut wird. Das Angebot an neuem Wohnraum bleibe dadurch begrenzt.
Auf der anderen Seite sprechen nach Reiths Worten gestiegene Einkommen und einbrechende Fertigstellungszahlen bei einer leicht wachsenden Bevölkerung für steigende Preise. Gegen einen unbegrenzten Anstieg spreche jedoch das dauerhaft veränderte Zinsumfeld. Zudem dürften weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank heuer und im kommenden Jahr den Preisanstieg etwas bremsen.
Allerdings ist auch die Nachfrage gedämpft. Neue Wohnungen verkaufen sich trotz des geringen Angebots langsamer, sagte Gerhild Bensch-König, Geschäftsführerin von Raiffeisen Wohnbau.
Bensch-König zufolge wird die Aufbringung der nötigen 20 Prozent an Eigenkapital durch die hohen Mieten erschwert. Das weiterhin hohe Zinsniveau lasse zudem viele mit dieser wichtigen Lebensentscheidung zuwarten.
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