Die Trinkwasserversorgung in der Schweiz wird zunehmend zentralisiert. Darauf weist SRF 4 News hin. Immer mehr kleine Gemeinden geben ihre eigenen Wasserquellen auf und kaufen das Wasser bei größeren Versorgern ein. Fachverbände sehen dadurch die Versorgungssicherheit gefährdet.
Nach Angaben des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW) und des Verbands Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) gerät dieses System zunehmend unter Druck.
Kleinere Versorger hätten oft weder die finanziellen noch die technischen Möglichkeiten, das Wasser mit aufwendigen Verfahren aufzubereiten. Sie gäben deshalb ihre eigenen Fassungen auf, also die Anlagen zur Gewinnung von Grundwasser, und kauften Trinkwasser von größeren Versorgern ein.
Ein weiteres Problem betreffe die Schutzzonen. Viele Fassungen seien einst außerhalb von Siedlungen erstellt worden, lägen heute aber in dicht bebauten Gebieten. In solchen Fällen verlängerten die Behörden Bewilligungen teilweise nicht mehr.
Statt solche Fassungen stillzulegen, wollten die Verbände die Risiken überwachen und technisch absichern dürfen.
Damit es sauber bleibt, reiche es nicht, nur die unmittelbare Umgebung einer Fassung zu schützen.
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