Firmen, die Arbeitskräfte aus dem Ausland rekrutieren, sollen nach seinen Vorstellungen künftig eine lohnabhängige Abgabe zahlen.
Geringere Einkommen würden entsprechend weniger belastet. Bei einem Lohn von 50'000 Franken wären beispielsweise 500 Franken jährlich fällig.
Die Idee bringt Gantner nicht zum ersten Mal ins Spiel. Im vergangenen Dezember hatte er sie dem Tages-Anzeiger als Gegenmodell zur 10-Millionen-Initiative der SVP vorgestellt, die letztlich gescheitert ist.
Bei gezielter Unterstützung einkommensschwacher Haushalte wären rund 990 Franken pro Person möglich. Eine vierköpfige Familie könnte damit knapp 4000 Franken im Jahr erhalten. Seine Sorge sei, dass das Geld sonst im Staatshaushalt versickere, sagte er. Unternehmen profitierten von der Personenfreizügigkeit, während die Bevölkerung unter steigenden Mieten, Krankenkassenprämien und einer stärkeren Belastung der Infrastruktur leide, argumentiere er.
Politisch dürfte der Vorschlag nach Einschätzung des Tages-Anzeigers umstritten sein. Eine solche Abgabe wäre mit dem bestehenden Freizügigkeitsabkommen laut Bericht kaum vereinbar. Gantner zeige sich dennoch bereit, einen Konflikt mit Brüssel zu riskieren. Drohe die EU wegen der Abgabe jedoch mit der Auflösung dieser Verträge, nehme er das in Kauf.
Eine Volksinitiative sei vorerst nicht geplant. Den Vorschlag sieht Gantner zunächst als Impuls für die politische Debatte.
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