Die Schweizer Uhrenexporte sind im September 2026 erneut gestiegen. Laut dem Uhrenverband FH erreichten die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Wert von 2,23 Milliarden Franken, ein Plus von 11,7 Prozent, wie der Tages-Anzeiger berichtete. Die Branche verbucht damit das vierte Monatsplus in Folge.
Vorausgegangen waren bereits Zuwächse in drei Monaten. Im August hatten die Exporte um 9,1 Prozent zugelegt, im Juli um 9,6 Prozent. Das Gesamtbild wird allerdings stark vom US-Zollstreit des Vorjahres geprägt.
Starken Rückenwind erhielt die Branche im September aus den USA, dem grössten Absatzmarkt für Schweizer Uhren. Dorthin stiegen die Exporte um 86 Prozent. Nach Einschätzung des Verbands geht dieser Anstieg vor allem auf einen günstigen Basiseffekt zurück.
Zusätzlich hatte die Branche vor Inkrafttreten des Zolls Produkte in grossen Mengen in die USA verlagert, um die Zollbelastung zu senken.
Verzerrt zeigt sich das Bild auch in Frankreich.
In die gesamte EU stiegen die Uhrenexporte im September um 15,5 Prozent. In Asien legten die für die Branche wichtigen Märkte Japan mit 12,3 Prozent und Hongkong mit 3,0 Prozent zu. Einen Rückgang gab es dagegen in China um 14,2 Prozent. Der Uhrenverband erklärt dies mit einem ungünstigen Basiseffekt aus dem Vorjahr.
Nach Preisklassen betrachtet legten die Exporte günstigerer Uhren wie schon im Vormonat stark zu. Bei Uhren mit einem Preis von weniger als 200 Franken betrug das Plus 30 Prozent.
Auch im teuersten Segment stiegen die Ausfuhren.
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