Auslöser der Warnung ist der vorliegende Gesetzesentwurf, der die EU-Richtlinie RED III im Verkehrssektor national umsetzen soll. Die Richtlinie schreibt auf EU-Ebene einen Anteil erneuerbarer Energien am Verkehrsmix von mindestens 29 Prozent bis 2030 vor. Der österreichische Entwurf, der sich im Begutachtungsstadium befindet, sieht dagegen 65 Prozent bis 2035 vor.
Demnach stiege der Preis für einen Liter Diesel um 95 Cent, für einen Liter Benzin um 86 Cent. Euro im Jahr 2035. Das sei etwa das Vierfache der Kosten, die bei reiner Einhaltung der EU-Vorgaben anfielen. Helmenstein präsentierte die Studie am Dienstag.
Helmenstein rechnet zudem damit, dass die Umstellung auf Elektroautos langsamer verläuft als erhofft. Werde das Szenario bis 2035 durchgerechnet, seien dann gerade einmal ein Viertel der Fahrzeuge auf Österreichs Straßen reine Elektrofahrzeuge. Wasserstoffbetriebene Pkw spielten statistisch eine so geringe Rolle, dass sie in der Grafik nicht einmal als Pixel sichtbar seien.
Die Verteuerung des Treibstoffs würde sich nach der Modellrechnung von Economica negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Das Bruttoinlandsprodukt läge bis 2035 dauerhaft um 0,30 Prozent unter dem Referenzpfad. Der private Konsum ginge um 0,72 Prozent zurück, die Reallöhne sänken um 0,56 Prozent. Die Zusatzbelastung wirke zudem regressiv, sagte Helmenstein.
Ein österreichischer Sonderweg, der das Klimaziel in 14 statt in 24 Jahren erreichen wolle, verdichte die Transformationskosten und führe zu deutlich höheren Energiepreisen als in den EU-Nachbarstaaten.
Erstens solle auf eine nationale Übererfüllung der EU-Verkehrsziele verzichtet werden. Zweitens müsse die Technologieoffenheit sichergestellt werden, drittens seien Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu schützen. Man könne nicht über Spritpreisbremsen diskutieren und zugleich neue Kostentreiber beschließen, sagte Danninger.
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