Briefporto soll 2027 auf 1,15 Euro klettern – Bundesnetzagentur entscheidet
Der Versand eines Standardbriefs in Deutschland soll ab dem kommenden Jahr deutlich mehr kosten. Es wäre der höchste Portoanstieg, den es bislang gegeben hat.
Nicht nur der Standardbrief soll teurer werden. Auch die Postkarte sowie der Kompakt-, Groß- und Maxibrief sollen steigen. Als Grund nennt der Logistiker sinkende Briefmengen und gestiegene Kosten. Firmen und Privatleute verschickten im digitalen Zeitalter immer seltener Briefe und griffen stattdessen zu E-Mails oder Chatnachrichten.
Bevor die Erhöhung in Kraft treten kann, muss die Bundesnetzagentur zustimmen.
Innerhalb dieses Rahmens darf die Post selbst festlegen, wie stark sich jede Briefart verteuert. Beim Standardbrief liegt der Anstieg nun bei 21,05 Prozent. Der Kompaktbrief soll dagegen um 15 Cent auf 1,25 Euro steigen, was 13,64 Prozent entspricht und damit unter dem Gesamtschnitt liegt.
Nikola Hagleitner, im Logistikkonzern DHL im Vorstand und zuständig für Post & Paket Deutschland, begründete die Pläne. Die Briefmengen sinken seit Jahren deutlich, während Personal-, Energie- und Sachkosten zunehmen, sagte sie.
Der europäische Schnitt liege für einen Standardbrief bei 1,52 Euro.
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