Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) hatte die Strategie nach ihrem Beschluss im Finanzbildungsrat erläutert. Ein Fokus liegt auf Frauen sowie auf Schülerinnen und Schülern.
Eibinger-Miedl bezeichnete Österreich im Bereich Finanzbildung als Vorbild. Dennoch sei Österreich weiterhin ein Land der Sparer, bei den Finanzmärkten bestehe noch viel Potenzial.
Die jeweils zuständigen Ressorts übernehmen die Schirmherrschaft darüber.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) kündigte an, Finanz- und Wirtschaftsbildung künftig verstärkt in den Lehrplänen zu verankern. Schülerinnen und Schüler sollten etwa über Verträge, Versicherungen und Veranlagungen lernen. Auch die Ausbildung von Lehrkräften werde darauf ausgerichtet, bestehende Lehrkräfte sollten mehr Fort- und Weiterbildungen besuchen. Der Schulbereich steht nach Wiederkehrs Angaben nicht erst jetzt im Fokus: 137 der 235 Maßnahmen entfallen bereits auf ihn.
Als aktuelle Problemlage nannte Eibinger-Miedl den digitalen Bereich. Betrug, etwa über Phishing-Mails, aber auch durch "Finfluencer", nehme zu. Deshalb gehöre auch die Digitalisierung zu den Schwerpunkten. Künftig soll außerdem besser messbar werden, ob die Angebote funktionieren. Dafür ist die Österreichische Nationalbank (OeNB) zuständig. Gouverneur Martin Kocher erläuterte, dort wolle man einen Finanzbildungstest entwickeln.
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