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Tamedia kündigt 41 Beschäftigten, Redaktionen protestieren in Zürich

Die Redaktionen protestierten vor dem Verlagsgebäude in Zürich.

Tamedia kündigt 41 Beschäftigten, Redaktionen protestieren in ZürichSymbolbild
Foto: iniesta44 · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Tamedia kündigt weiteren 41 Beschäftigten, angekündigt am 5. Oktober wenige Tage nach dem selbstauferlegten Entlassungsstopp
  • Redaktionen protestierten in Zürich mit Plakaten und einem Transparent gegen die Entlassungen und forderten einen sofortigen Stopp
  • Fünf Tage nach Ablauf des zugesicherten Kündigungsverzichts folgte der neue Abbau, einen weiteren Stopp schliesst Estermann aus

Die Tamedia-Konzernleitung kündigt weiteren 41 Menschen die Stelle, berichtet die Luzerner Zeitung. Wenige Tage nach dem selbstauferlegten Entlassungsstopp hatte die Geschäftsleitung am 5. Oktober den Abbau angekündigt. Welche Mitarbeitenden betroffen sind, hatte die Geschäftsleitung zunächst nicht mitgeteilt.

Die Redaktionen riefen zum Protest auf. Ihre Plakate machten deutlich, dass es ohne Journalistinnen und Journalisten keinen Journalismus gebe, und Sparen bezeichneten sie nicht als Geschäftsmodell. Ein grosses Transparent verlangte einen sofortigen Stopp der Entlassungen und setzte Journalismus gegen den Einsatz von KI.

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Alexandra A., Reporterin bei Tamedia und Moderatorin des täglichen Podcasts „Apropos“, sagte gegenüber Watson, die Stimmung sei schlecht. Viele Kolleginnen und Kollegen hätten schlaflose Nächte. Sie selbst arbeitet seit 2022 bei Tamedia und hat die Entlassungen des Jahres 2023, bei denen 48 Stellen abgebaut wurden, sowie die Kündigung von mindestens 25 Personen im Jahr 2024 miterlebt. Es sei frustrierend, dass die Last Jahr für Jahr auf das Personal abgewälzt werde.

Besonders verärgert die Redaktionen, dass Tamedia nach der grossen Entlassungswelle im September 2024 versprochen hatte, während zwei Jahren keinem Mitarbeitenden zu kündigen. Der Verlag hielt sich daran. Fünf Tage nachdem die Frist abgelaufen war, folgte der neue Abbau.

Tamedia-Sprecher Edi Estermann sagte gegenüber Watson, er verstehe den Frust der Kolleginnen und Kollegen. Deshalb könne der Verlag diesmal keinen neuen Entlassungsstopp aussprechen. Journalismus bei Tamedia müsse sich selbsttragend finanzieren, sagte er; genau das strebe der Konzern mit der Transformation und den Entlassungen an.

Die Journalistinnen und Journalisten der Zeitungen erwirtschaften demnach Gewinn. Watson wollte von Estermann wissen, warum trotzdem Stellen abgebaut werden. Trotz zweimaligen Nachfragens blieb Estermann unkonkret.

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran nahm an der Protestaktion teil, um ihre Solidarität zu bekunden. Die Haltung der TX-Group-Führung um Verwaltungsratspräsident Pietro Supino, Journalismus müsse selbsttragend sein, bezeichnete Badran als ahnungslos. Während der Aktion forderte Badran Estermann auf, sich bei der Belegschaft zu entschuldigen. Der Schlagabtausch dauerte eine Weile, bevor sich Estermann von ihr abwandte.

Alexandra A. stellte in ihrer Rede klar, dass es an diesem Tag nicht um eine Trauerfeier für Tamedia gehe. Die Belegschaft glaube an sich selbst, sagte sie und erhielt dafür Applaus. Von Supino wünsche sie sich eine Perspektive, wohin sich das Unternehmen entwickeln solle. Die Journalistinnen und Journalisten machten ihren Beruf sehr gerne. Am Ende der Protestaktion rief die Menge, die Entlassungen zu stoppen.

Wenige Stunden nach der Aktion erhielten erste Journalistinnen und Journalisten ab 16.30 Uhr Anrufe, dass sie am folgenden Tag entlassen würden. Nicht nur die Kündigungen, auch die Art und Weise, wie sie kommuniziert wurden, sorgen für Wut.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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