Die Netzentgelte für Gas steigen im kommenden Jahr deutlich, am stärksten in Kärnten und Niederösterreich. In Kärnten fällt das Plus mit 20,7 Prozent deutlich höher aus, in Niederösterreich beträgt es 19,3 Prozent.
In Niederösterreich ist es das dritte Jahr in Folge mit einem zweistelligen Kostenplus. Nach 19,4 Prozent im Jahr 2025 und 30,6 Prozent im Jahr 2026 steigen die Entgelte nun erneut. Als Ursachen werden der rückläufige Transit und der sinkende Verbrauch von Erdgas genannt.
Nur in Salzburg sinken die Netzentgelte, und zwar um 1,9 Prozent.
Was das für einzelne Kunden bedeutet, zeigen Beispielrechnungen der Regulierungsbehörde. In Niederösterreich und im Burgenland sind es um die 70 Euro im Jahr, in Oberösterreich rund 35 Euro. In den übrigen fünf Bundesländern bleiben die Unterschiede zu 2026 überschaubar.
Am günstigsten sind Salzburg und Vorarlberg mit 2 Cent pro kWh.
Die Netzentgelte machen grob ein Drittel der Gasrechnung aus. Die beiden übrigen Komponenten sind der reine Energiepreis, bei dem ein Lieferantenwechsel möglich ist, sowie Steuern und Abgaben. Der Verordnungsentwurf für die Stromnetzgebühren 2027 hat die E-Control bisher noch nicht veröffentlicht. Er wird für die kommenden Wochen erwartet.
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