Adidas schraubt Gewinnziel nach starkem Quartal um 200 Millionen Euro hoch
Der Sportartikelkonzern Adidas aus Herzogenaurach hat nach einem Rekordquartal seine Gewinnprognose angehoben, wie die tagesschau berichtet. Nach Angaben des Unternehmens ist das der höchste Quartalsgewinn der Firmengeschichte.
Vorstandschef Björn Gulden bezeichnete das Quartal als großartig. Nach Darstellung der tagesschau behauptet sich Adidas gegen die schwache Branchenkonjunktur, weil die Nachfrage nach seinen Schuhen und Kleidungsstücken hoch ist.
Profitiert hat der Konzern unter anderem von der Rückerstattung von US-Einfuhrzöllen in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Ein Gericht hatte diese Zölle für unzulässig erklärt. Dies habe negative Wechselkursentwicklungen mehr als ausgeglichen.
Für das vierte Quartal plant Adidas, rund 100 Millionen Euro mehr zu investieren als ursprünglich vorgesehen. Der scheidende Finanzvorstand Harm Ohlmeyer hatte die Rückerstattung aus den USA bereits im August angekündigt. Damals war sie vorsichtshalber noch nicht in die Prognose eingerechnet worden.
Operativ ist es Adidas nach Einschätzung der tagesschau offenbar gelungen, den Geschmack der Kundschaft zu treffen, was für Sportartikelfirmen stets eine große Herausforderung ist. Zudem hat eine Regionalisierungsstrategie vor allem in China neue Kunden angezogen.
Gegenüber dem US-Erzrivalen Nike hat Adidas die Nase vorn.
Die US-Bank JPMorgan bleibt bei Overweight mit einem Kursziel von 210 Euro.
Den vollständigen Bericht will Adidas am 29. Oktober veröffentlichen. Anleger dürften dann vor allem auf die Stärke und Berechenbarkeit des Sportschuh-Geschäfts im vierten Quartal und im Jahr 2027 achten, schrieb Liu.
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