Die Entscheidung über ein »Deutschlandticket light« ist vertagt. Die Verkehrsministerkonferenz strich einen Antrag von Nordrhein-Westfalen und Hamburg von der Tagesordnung, wie SPIEGEL ONLINE berichtete. Begründet wurde der Schritt damit, der Antrag sei zu kurzfristig eingebracht worden. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.
Als Vorbild dient das Angebot »eezy.nrw« in Nordrhein-Westfalen.
Er bedauere, dass sich SPD und CDU den Diskussionen über einen bundesweiten Gelegenheitstarif für den öffentlichen Nahverkehr nicht stellen wollten. Damit sei eine Chance für Digitalisierung, Kostensenkung und mehr Komfort für die Fahrgäste verpasst worden.
Eine Entscheidung war für Herbst 2027 vorgesehen. Nordrhein-Westfalen wolle sich weiterhin dafür einsetzen, den Ticketvertrieb deutschlandweit zu vereinfachen.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) lehnte den Vorstoß ab. Bernreiter ist derzeit Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz. Er sagte der dpa, dem Land fehle an allen Ecken und Enden Geld, deshalb sei jetzt nicht die Zeit für zusätzliche Leistungen.
Niedersachsen stehe dem Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüber. Ein »D-Ticket light« werde man konstruktiv diskutieren.
Kritik kam auch vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Dessen Geschäftsführer für den öffentlichen Nahverkehr sagte, der Vorschlag rüttle an der Logik des Deutschlandtickets. Die Branche habe für ein solches Angebot kein Geld.
Kommentare (0)