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US-Kongresskandidat Brad Lander nach Festnahme im Westjordanland freigelassen

Der demokratische Kandidat Brad Lander ist nach einer Festnahme durch die israelische Armee mit einer Verwarnung freigelassen worden. Dutzende Freiwillige, darunter Rabbiner und internationale Helfer, bleiben laut Lander in Haft.

US-Kongresskandidat Brad Lander nach Festnahme im Westjordanland freigelassenSymbolbild
Foto: samirsmier · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Der US-Kongresskandidat Brad Lander wurde nach eigenen Angaben aus israelischem Militärgewahrsam mit einer Verwarnung entlassen
  • Lander war mit etwa 80 Freiwilligen nahe Nahalin bei Bethlehem festgenommen worden, die palästinensischen Bauern bei der Olivenernte halfen
  • Dutzende weitere Personen, darunter Rabbiner und internationale Freiwillige, bleiben nach Landers Angaben in Haft, und er fordert deren sofortige Freilassung

Der demokratische US-Kongresskandidat Brad Lander ist nach eigenen Angaben aus israelischem Militärgewahrsam entlassen worden, allerdings mit einer Verwarnung. Wie Al Jazeera berichtete, war er zusammen mit Dutzenden Freiwilligen festgenommen worden, die palästinensischen Bauern bei der Olivenernte im besetzten Westjordanland halfen.

Dutzende weitere Personen, unter ihnen Rabbiner und internationale Freiwillige, befinden sich nach Landers Worten weiterhin in Haft. Er forderte, sie sofort freizulassen. Auf X schrieb Lander, er sei offenbar wegen seines öffentlichen Profils mit einer Verwarnung entlassen worden. Den Soldaten habe er gesagt, dass er noch nicht einmal Kongressmitglied sei, sondern lediglich nominiert.

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Lander, ein jüdischer Amerikaner und früherer Comptroller von New York City, gehörte zu etwa 80 Freiwilligen, die in der Nähe des Dorfes Nahalin bei Bethlehem von israelischen Soldaten und Polizisten festgenommen wurden. Das berichtete die israelische Organisation Rabbis for Human Rights. Unter den Festgenommenen waren Freiwillige aus den USA, Israel, Palästina, Großbritannien und Kanada.

Becca S. von der Koalition Protect the Harvest, die die Olivenernte mitorganisiert hatte, sagte Al Jazeera, die Gruppe habe seit mehreren Stunden auf Einladung einer palästinensischen Familie Oliven gepflückt, als die israelische Armee eintraf. Es sei ein schöner, friedlicher Tag gewesen. Es habe keinen Konflikt, keine Gewalt durch Siedler und überhaupt keine Gewalt gegeben.

Nach einiger Zeit hätten Soldaten begonnen, die Ausweise der Freiwilligen zu kontrollieren. Kurz darauf sei eine Anordnung ergangen, das Gebiet zur geschlossenen Militärzone zu erklären. Die Gruppe sei zunächst auf dem Feld festgehalten und später auf einer Polizeistation gebracht worden. Bis zu diesem Moment seien alle außer Lander in Gewahrsam, sagte Becca S.

Anton Goodman, amtierender Direktor von Rabbis for Human Rights, sagte gegenüber Reuters, Freiwillige ohne israelische oder palästinensische Staatsbürgerschaft sollten in einen israelischen Militärstützpunkt gebracht werden. Die Organisation erklärte, die Olivenpflücker hätten keine Möglichkeit gehabt, von der Anordnung zu erfahren. Als man ihnen davon berichtet habe, hätten sie angeboten, das Gebiet freiwillig zu verlassen.

In einem Video, das Lander aus einem der Busse auf X veröffentlichte, sagte er, die israelischen Streitkräfte hätten die Gruppe offenbar auf Anruf des Sicherheitspersonals einer Siedlung festgenommen. Die Besatzung sei nach internationalem Recht ein Verbrechen, das Ernten von Oliven dagegen nach keinem Gesetz. Lander sagte außerdem, die Freiwilligen seien zur Bearbeitung weggebracht worden, ihnen sei aber nicht mitgeteilt worden, ob sie verhaftet seien.

Lander ist ein scharfer Kritiker des israelischen Krieges im Gazastreifen. Er war früher Kandidat für das Amt des New Yorker Bürgermeisters und gilt als Verbündeter von Bürgermeister Zohran Mamdani. Nun tritt er als demokratischer Kandidat für den 10. Kongresswahlbezirk von New York bei den Zwischenwahlen am 3. November an.

Nach seiner Freilassung schrieb Lander auf X, Palästinenser müssten täglich noch schwerere Folgen tragen. Die Festnahmen durch die Armee seien ein weiterer Versuch, das Recht der Palästinenser zu untergraben, ihre Olivenhaine zu bewirtschaften, ihre Straßen zu benutzen und in ihren Häusern zu leben. Er sprach von einer zunehmenden und klar staatlich gestützten ethnischen Säuberung.

Die israelische Regierung und die US-Botschaft in Jerusalem reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Die Freiwilligen waren in das Westjordanland gereist, um palästinensische Bauern während der jährlichen Olivenernte zu unterstützen. Die Ernte fällt in eine Zeit wachsender Gewalt durch Siedler, bei der in den vergangenen Tagen mehrere Angriffe auf Palästinenser und internationale Beobachter verübt wurden.

Becca S. sagte, es sei das erste Mal seit dem 7. Oktober 2023 gewesen, dass die palästinensische Familie wieder auf ihr eigenes Land gelangen konnte. Die Gewalt in der Gegend habe eine Rückkehr zu gefährlich gemacht. Dass Lander dabei gewesen sei, habe die Lage nachrichtenwürdiger gemacht, die Entwicklung im Westjordanland beobachte sie aber schon seit Jahren.

Bereits zuvor war ein amerikanischer Fotojournalist, der für die Washington Post arbeitete, beim Berichten über die Olivenernte von israelischen Siedlern geschlagen worden. Am darauffolgenden Tag wurden europäische Diplomaten und ein französischer Bürgermeister bei einer anderen Ernte von Siedlern angegriffen. In beiden Fällen wurden auch Palästinenser attackiert.

Die israelische Polizei teilte mit, sie habe zehn Menschen im Zusammenhang mit diesen Angriffen festgenommen.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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