Wie die Salzburger Nachrichten berichten, will die AfD-Chefin Alice Weidel die Zusammenarbeit mit der FPÖ auch auf europäischer Ebene ausweiten.
Die AfD gehört im Europaparlament der Fraktion ESN (Europa der Souveränen Nationen) an, die FPÖ hingegen den Patrioten für Europa (PfE). Man sei mit der FPÖ schon jetzt im guten Austausch, so Weidel. Angepeilt sei jedoch eine intensivere Zusammenarbeit über Fraktionsgrenzen hinweg. Die Abordnung war nach dem dortigen Wahltriumph der AfD gekommen. Wahlsieger Ulrich Siegmund erklärte, man sei angereist, um sich bei der FPÖ Erfahrungen abzuholen und diese in die eigene Regierungsarbeit einzubringen. September klar als Siegerin hervorgegangen, hatte aber eine absolute Mehrheit verfehlt.
Bei einem späteren Termin, an dem Weidel ein als „New Deal für Europa“ vorgestelltes Programm präsentierte, wünschte sie sich wieder mehr Dialog, auch mit anderen Fraktionen und den Patrioten. Man müsse wieder miteinander reden, sagte sie.
Dadurch werde das System gegenseitiger Kontrolle massiv gestört, ebenso der demokratische Entscheidungsprozess, so Weidel. Deshalb müsse die Europäische Union neu aufgebaut werden, und Kompetenzen müssten an die nationalen Parlamente und Regierungen zurückgegeben werden.
Als weiteren zentralen Punkt nannte Weidel die Möglichkeit, aus EU-weiten Vereinbarungen auszutreten. Zudem kritisierte Weidel den Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB).
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