Mit einer umstrittenen Geste hat der AfD-Abgeordnete Tommy Thormann im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern Kritik ausgelöst. Wie n-tv berichtete, verlangt die SPD seinen sofortigen Ausschluss aus der Landtagsfraktion. SPD und Grüne werfen ihm vor, in der konstituierenden Sitzung des Parlaments in Schwerin das Zeichen „White Power“ gezeigt zu haben. Die AfD bagatellisiert den Vorfall.
Der Politiker habe sich nicht zum ersten Mal mit dieser Handhaltung gezeigt, die allerdings mehrdeutig sei. Laut der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) verwenden rechtsextreme Gruppen die Geste als Symbol für „White Power“.
Die Linke-Fraktion sieht sich durch den Vorfall bestätigt. Wer sich ausgerechnet in der konstituierenden Sitzung mit einer Geste zeige, die in rechtsextremen Kreisen als Zeichen weißer Vorherrschaft gelte, lasse den gebotenen Respekt vor diesem Haus vermissen.
Herbst habe Landtagspräsidentin Birgit Hesse daher schriftlich aufgefordert, den Vorfall vom Präsidium prüfen zu lassen und eine Rüge gegen den Abgeordneten zu erwägen.
SPD-Fraktionschef Julian Barlen erklärte, die AfD zeige einmal mehr, wie tief Rechtsextremismus in ihren Reihen verankert sei. Das sei nicht tolerierbar und eines deutschen Landesparlaments unwürdig. Die SPD fordere deshalb den sofortigen Ausschluss Thormanns aus der Fraktion.
Die AfD-Landtagsfraktion teilte auf Anfrage mit, die Geste bedeute für Thormann schlicht so viel wie „läuft“. Die Fraktion stellte klar, dass es sich für sie und für Thormann nicht um ein politisches Symbol handele. Die Spekulationen des politischen Mitbewerbers wies sie zurück.
Dies hatte die AfD aber nicht beantragt.
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