Die Steiermark ordnet ihr Immobilienmanagement neu. Künftig bündelt das Land die Verwaltung seiner Gebäude in einer Abteilung, die zu den Ressorts von Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) zählt, wie die Kleine Zeitung berichtet. Hintergrund ist das Aus der Landesimmobiliengesellschaft LIG.
Nach Angaben des Landes umfassen die Immobilien eine Nettogeschoßfläche von rund 580.000 Quadratmetern, also mehr als 80 Fußballfelder. Außerdem gehören dem Land zahlreiche Schlösser, die als Schulen oder Internate genutzt werden, sowie die Amtsgebäude samt der Bezirkshauptmannschaften. Das Land will sich zur Budgetkonsolidierung von einigen Objekten trennen, etwa vom Palais Attems und vom Schloss Halbenrain.
Nach rund 25 Jahren kehrt dieses Portfolio aus der aufgelösten LIG zurück in die Landesverwaltung. Als das Land die Immobilien an die Landestochter veräußerte, nahm diese für den Ankauf Kredite auf. Das dabei eingesetzte Kapital floss ins Landesbudget.
Die Darlehen wirkten sich im Maastricht-Ergebnis des Landes nicht aus. Auf diese Weise lagerte das Land Kredite aus und sicherte sich Steuervorteile. Beide Vorteile sind nach Darstellung der Zeitung nun Geschichte, und mit ihnen die LIG.
Um das Immobilienmanagement aus einer Hand zu führen, hat das Land eine Abteilungsreform angestoßen. Die sogenannte Zweier wird in Abteilung für Landesimmobilien und Zentrale Dienste umbenannt und übernimmt die Bündelung aller Zuständigkeiten. Die Immobilienverwaltung Land Steiermark, also die frühere LIG, wechselt dorthin von der Abteilung 4 Finanzen.
Auch das Referat Landeshochbau verlagert das Land aus der Abteilung 16, die bisher im Ressort von Landesrätin Claudia Holzer lag, in die Zweier. Die Abteilung 16 ist fortan nur noch für Mobilität und Infrastruktur zuständig. Das gesamte Immobilienmanagement untersteht damit Landeshauptmann Mario Kunasek.
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