Der Bundesrat will die chemische und pharmazeutische Industrie per Gesetz dazu bringen, die nationale Auskunftsstelle für Vergiftungen mitzufinanzieren. Wie SRF News berichtet, hält die Landesregierung damit an ihrer Linie fest, dass Tox Info Suisse nicht allein aus öffentlichen Mitteln getragen werden soll. Dafür sollen das Chemikaliengesetz und das Heilmittelgesetz angepasst werden.
Freiwillig sei die Branche dazu nicht bereit, teilte der Bundesrat mit.
Vor rund 60 Jahren hatten private Träger die Auskunftsstelle finanziert. Die Mittel stammten aus Verträgen mit Spitälern, aus Spenden und aus Beiträgen der öffentlichen Hand, wie der Bundesrat ausführt.
Gemeint ist der Giftnotruf. Das Anrufvolumen sei zuletzt jährlich um zwei bis vier Prozent gestiegen, im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent.
Im Jahr 2025 führte Tox Info Suisse insgesamt 44.736 Beratungen durch. Sechs Prozent der Anrufe bezogen sich auf Jugendliche. Bei ihnen standen laut Tox Info Suisse beabsichtigte Vergiftungen im Vordergrund.
Das Parlament hatte in der Wintersession 2025 die nötigen finanziellen Mittel bewilligt, um den weiteren Betrieb der Giftnotrufnummer sicherzustellen. Damals hatte der Bundesrat eine Aufstockung abgelehnt.
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