GdP-Bundeschef Jochen Kopelke erklärte den Zeitungen der Mediengruppe Bayern, Qualität und Professionalität hierzulande seien anders gelagert als in Frankreich, wie WELT berichtet.
Kopelke erklärte weiter, die deutsche Polizei setze auf andere Taktiken und verfüge über andere Ausrüstung. Hierzulande bereiteten sich die Einsatzkräfte bereits vor einer Versammlung auf den jeweiligen Einsatzraum vor. Demonstrationsrouten und mögliche Auflagen würden im Vorfeld geklärt. Insgesamt sei alles stärker auf Kommunikation ausgerichtet.
In Deutschland wächst die Sorge vor Ausschreitungen, nachdem es in Frankreich zu gewalttätigen Protesten gekommen ist. Dort gingen am Wochenende Menschen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf die Straße.
Kopelke rechne damit, dass es zu Konflikten und gewalttätigen Situationen kommen könne. Festnahmen bei den Protesten in Frankreich zeigten nach seiner Darstellung dasselbe. Hinter den Protesten stünden nicht Schülerinnen wie eine Zwölfjährige, die sich über ihre Schultoilette beschwere, sondern Gewalttäter, die jede Möglichkeit zur Eskalation ausnutzten.
Wenn eine Generation das Bildungssystem für nicht funktionsfähig halte, müsse die Politik reagieren und dürfe nicht abwarten, bis Straßen in Flammen stünden. Die Schülerproteste für Klimaschutz seien in den vergangenen Jahren hierzulande friedlich und eindrucksvoll verlaufen, doch die Politik habe sie übergangen.
Kopelke sagte außerdem, das Knistern in der Luft habe auch damit zu tun, dass die Bundesregierung eine Reformagenda verfolge, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gegeben habe. Zugleich erlebe er, dass Sondervermögen nicht in Schulen fließe.
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