Das berichtet die tagesschau unter Bezug auf Recherchen des Bayerischen Rundfunks (BR). Die Firma gehört zum Glücksspielkonzern Merkur, den einst Paul Gauselmann gegründet hatte. Laut ihrer Internetseite bietet die EPG sichere und zertifizierte Onlinezahlungen an.
Im Rahmen der „Operation Chargeback“ ermitteln das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz gegen internationale Betrugs- und Geldwäschenetzwerke. 18 Haftbefehle wurden vollstreckt. Ehemalige Wirecard-Manager sind angeklagt und sitzen in Untersuchungshaft.
Eine Excel-Tabelle der Kreditkartenfirma Visa führt rund 30 Firmen als Händler auf, die überwiegend im britischen Consett registriert sind.
Der BR hat nach eigenen Angaben Kürzel in der Tabelle entschlüsselt, etwa „WIZNETPRO“, und die dahinterstehenden Firmen aufgedeckt. Die bei der EPG registrierten Scheinhändler lassen sich demnach einem weiteren Firmen-Netzwerk zuordnen, über das die Fake-Abos der Pornoseiten abgerechnet wurden. Die Ermittlungsbehörden rechnen diese Zahlungsempfänger Ray A. zu. A.
Chargebacks sind Rückbuchungen reklamierter Zahlungen. Die Merkur-Tochter sei zudem der schlimmste Chargeback-Fall von Visa Europa gewesen, hieß es in einer Überblicksdarstellung des Konzerns. Visa äußerte sich auf Anfrage nicht dazu.
Ein Merkur-Sprecher bestätigte dem BR, dass es die Strafzahlungen gegeben habe. Die daraus entstandenen Ausfälle habe die EPG getragen. Er räumte ein, dass die genannten Gesellschaften überwiegend Händler des EPG-Portfolios gewesen seien. Zugleich betonte er, dass das Unternehmen zu keinem Zeitpunkt Kenntnis von einem betrügerischen Zweck der abgewickelten Zahlungen gehabt habe. Ehemalige Führungskräfte der EPG äußerten sich auf Anfrage des BR nicht zu den Geschäften der Gesellschaft.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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