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Britisches Verbrauchervertrauen sinkt im Oktober um elf Punkte auf minus 24

Der GfK-Index sinkt im Oktober um elf Prozentpunkte auf minus 24. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten treffen Verbraucher und Schatzkanzler John Healey kurz vor dessen erstem Haushalt.

Britisches Verbrauchervertrauen sinkt im Oktober um elf Punkte auf minus 24Symbolbild
Foto: William Warby · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Britisches Verbrauchervertrauen sank im Oktober um elf Punkte auf minus 24 wegen Preisdrucks und Kriegsfolgen im Nahen Osten
  • Schatzkanzler John Healey muss weniger als eine Woche vor seinem ersten Haushalt mit dem heiklen Stimmungseinbruch der Verbraucher umgehen
  • Die Inflation stieg auf 3,5 Prozent, das Haushaltsdefizit lag mit 24,5 Milliarden Pfund über den Prognosen

Das Verbrauchervertrauen in Großbritannien ist so schnell gefallen wie seit dem Brexit-Votum 2016 nicht mehr, sofern man die Corona-Pandemie ausklammert. Wie The Guardian berichtete, sank der Index des Datenunternehmens GfK im Oktober um elf Prozentpunkte auf minus 24. Als Ursache nennt die Quelle den steigenden Preisdruck auf die Haushalte und die wachsenden wirtschaftlichen Schäden durch den Krieg im Nahen Osten.

Die Entwicklung trifft Schatzkanzler John Healey in einer heiklen Phase. In weniger als einer Woche will er seinen ersten Haushalt vorlegen, und der Index gilt als Gradmesser, den Regierung und Bank of England seit den frühen 1970er-Jahren beobachten. Der bislang größte Einbruch betrug 25 Punkte im März 2020, kurz nach Beginn des ersten Lockdowns in Großbritannien. Einen Rückgang in dieser Größenordnung gab es innerhalb eines Monats zuletzt im Juli 2016, nach dem Votum für den EU-Austritt.

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Der Stimmungsumschwung ist deutlich, denn im Sommer hatte GfK noch von einem „Burnham-Effekt“ gesprochen. Zusammen mit einem starken Lauf der englischen Männer-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft und sonnigem Wetter hatte dieser die Laune der Verbraucher gehoben. Neil Bellamy, Consumer-Insights-Direktor bei GfK, sagte, die anhaltenden Belastungen durch die Lebenshaltungskosten hätten den zarten Optimismus nach der Ernennung eines neuen Premierministers in diesem Sommer weggefegt. Hinzu kämen ungelöste regionale Konflikte, die selbst zur Inflation beitrügen, die nun bei 3,5 Prozent liege.

Die Verbraucher stehen laut Bericht vor einer neuen Einbuße beim Lebensstandard. Benzin- und Dieselpreise sind nahe an ihre Rekordstände gestiegen, und die Energierechnungen haben sich bereits erhöht, bevor ein schwieriger Winter beginnt. Der Gewerkschaftsdachverband Trades Union Congress hat nach eigenen Angaben errechnet, dass britische Haushalte in den vergangenen fünf Jahren fast 14.000 Pfund an zusätzlichen Kosten für Hypotheken, Kredite, Energie und Wasser getragen haben. Vor diesem Hintergrund wird vor Energierechnungen von bis zu 2.000 Pfund im Jahr gewarnt, die der durchschnittliche Haushalt ab Januar zahlen könnte.

Healey hat angekündigt, mit seiner Rede im Unterhaus Maßnahmen zu verkünden, die den Druck auf die Haushalte mindern sollen. Zugleich warnte er, dass der Spielraum der Regierung begrenzt sei, weil der Nahost-Konflikt die Kreditkosten Großbritanniens auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten treibt. Amtliche Zahlen zeigen, dass die Inflation im vergangenen Monat stärker als erwartet auf 3,5 Prozent gestiegen ist. Das Haushaltsdefizit lag mit 24,5 Milliarden Pfund zudem über den Prognosen.

Für den Schatzkanzler bedeutet das eine doppelte Belastung. Auch die Stimmung über die eigenen Finanzen und die allgemeine Wirtschaftslage hat sich laut GfK verschlechtert. Der Index für größere Anschaffungen fiel im Oktober um 14 Punkte auf minus 22. Das deutet darauf hin, dass Verbraucher ihre Ausgaben im Winter womöglich einschränken, um Platz für höhere Energierechnungen zu schaffen.

Nach Angaben des CBI waren die Investitionsabsichten der Hersteller in den drei Monaten bis Oktober verhalten, während der Kostendruck hoch blieb. Laut der jüngsten Industrial-Trends-Umfrage des Wirtschaftsverbands wird die Produktion in den kommenden drei Monaten voraussichtlich stabil bleiben.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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