Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf eine Abriegelung des gesamten Westjordanlands vorzubereiten. Das teilte sein Büro am Freitag mit, wie ORF News berichtet. Der Schritt folgt auf einen Angriff in der Stadt Hebron mit mehreren Verletzten, wenige Tage vor der Knesset-Wahl.
Die Abriegelung bedeute, dass alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen würden.
Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden nahe Hebron mit Schusswaffen. Israelischen Angaben zufolge wurden dabei mehrere Israelis verletzt, einige davon lebensgefährlich. Die beiden mutmaßlich palästinensischen Täter seien getötet worden.
Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP wurde Augenzeuge des Vorfalls. Der Fotograf sah, wie die Streitkräfte die Angreifer schließlich erschossen.
Einsatzkräfte führten umfangreiche Verhaftungswellen durch. Ob die beiden mutmaßlichen Täter der Terrororganisation Hamas angehörten, ist bislang nicht bekannt.
Zudem seien Wohnungen von Verdächtigen im Westjordanland durchsucht worden.
Die Todesfälle gehen auf Militäreinsätze, bewaffnete Auseinandersetzungen und Anschläge der Palästinenser selbst zurück.
überfallen, als sie für die Washington Post Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern dokumentieren wollte.
Deren Siedlungen sind nach dem Völkerrecht illegal.
Eine Abriegelung des Westjordanlands kurz vor der Wahl wäre nicht ungewöhnlich. Politiker versuchen, ihre Wählerschaft mit dem Versprechen eines harten Vorgehens gegen palästinensische Gewalt zu gewinnen. Die zunehmenden Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser thematisieren sie dagegen kaum.
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