Parteichef Luigi Pantisano hält die Debatte über Antisemitismus in seiner Partei für eine Kampagne. Wie die Welt berichtete, begründete er diese Einschätzung im Gespräch mit dem Deutschlandfunk: Die Diskussion über Äußerungen aus den Reihen der Linken werde nicht aus Sorge vor Antisemitismus geführt.
Pantisano wolle, dass alle Dinge des Gemeinwohls vergesellschaftet werden. Ausdrücklich nannte er Energie, Mobilität, Wohnen und Wasser sowie alle Grundbedürfnisse der Menschen im Land.
Auch in der Linken gebe es Antisemitismus, gestand Pantisano ein. Dieser finde sich allerdings in jeder anderen Partei. In jeder gesellschaftlichen Gruppe sei Antisemitismus ein Übel, dem man begegnen müsse.
Antisemitische Äußerungen von Mitgliedern seien zu verfolgen und notfalls nach der Parteisatzung zu ahnden. Für Menschen, die das Leben von Jüdinnen und Juden auslöschen wollten, sei in der Partei kein Platz.
Die Partei habe es sich zur Hauptaufgabe gemacht, jüdischem Leben beizustehen und es zu schützen, so Pantisano.
Die israelische Regierung kritisiere er als rechtsextrem. Sie habe nach seinen Angaben über 70.000 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet. Israel habe darauf mit einem weiteren Kriegsverbrechen reagiert, sagte Pantisano.
Die Bundesregierung liefere Waffen für einen Genozid, sagte Pantisano; so bezeichne er, was im Gazastreifen geschehe. In der Hauptstadt beträfe das rund 160.000 Wohnungen.
Mit Wohnraum dürfe nicht spekuliert werden, sagte Pantisano.
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