Die Verteidigungssparte der Hanwha Group, Hanwha Systems, hat im dritten Quartal einen Einbruch des Nettogewinns um 97,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gemeldet. Das berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag (27. Oktober) aus Seoul. Ursache seien Buchverluste im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf einer US-Werft.
Der Nettogewinn im Zeitraum Juli bis September betrug 3,8 Milliarden Won, umgerechnet 2,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag er bei 150,5 Milliarden Won. Das Unternehmen teilte die Zahlen in einer Offenlegung gegenüber den Aufsichtsbehörden mit.
Den starken Rückgang führte das Unternehmen auf Buchverluste aus aufgegebenen Geschäftsbereichen bei der Philly Shipyard in den Vereinigten Staaten zurück. Hanwha Systems hatte im September beschlossen, 60 Prozent der Werft an die Hanwha Defense USA Shipbuilding LLC zu verkaufen, für 237,6 Millionen US-Dollar.
Das operative Ergebnis legte dagegen um 60,5 Prozent auf 99,2 Milliarden Won zu. Der Umsatz stieg um 30,1 Prozent auf 831,6 Milliarden Won. Beim Nettogewinn blieb das Unternehmen jedoch hinter den Markterwartungen zurück. Analysten rechneten im Durchschnitt mit 67,2 Milliarden Won, wie eine Umfrage des Finanzdatendienstes Yonhap Infomax ergab, der zur Nachrichtenagentur Yonhap gehört.
Das Wachstum im Verteidigungsgeschäft wurde laut Unternehmen durch den Verkauf von multifunktionalen Radargeräten getragen. Diese Lieferungen erfolgen im Rahmen von Verträgen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und dem Irak. Hinzu kamen Radarsysteme und weitere Ausrüstung für den südkoreanischen Kampfjet KF-21.
Zum Ende des dritten Quartals belief sich der Auftragsbestand des Unternehmens auf 8,87 Billionen Won. Davon entfielen 8,4 Billionen Won auf das Verteidigungsgeschäft und 469,7 Milliarden Won auf die Sparte für Informations- und Kommunikationstechnik (ICT).
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