InstaNews Die Zeitung
Wirtschaft

Australiens Inflation steigt auf 4,3 Prozent und erhöht den Zinsdruck

Die Teuerung in Australien hat sich auf 4,3 Prozent beschleunigt, die Kerninflation liegt bei 3,6 Prozent.

Australiens Inflation steigt auf 4,3 Prozent und erhöht den ZinsdruckSymbolbild
Foto: Buffik · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Australiens Inflation hat sich auf 4,3 Prozent beschleunigt, die bevorzugte Kerninflation lag bis September bei 3,6 Prozent
  • Der Leitzins liegt bei 4,6 Prozent, dem höchsten Stand seit 15 Jahren, und vor dem 3. November wird eine weitere Erhöhung erwartet
  • Transportkosten stiegen binnen zwölf Monaten um 8,7 Prozent, Wohnkosten um 5,2 Prozent und Lebensmittel um 3,2 Prozent

Die Inflation in Australien hat sich auf 4,3 Prozent beschleunigt, berichtete The Guardian. Auch die Kerninflation, die die Reserve Bank of Australia bevorzugt und die volatile Preise herausrechnet, ist erhöht. Sie lag bis September im Jahresvergleich bei 3,6 Prozent. Die Zahlen verstärken die Erwartung, dass die Notenbank bei ihrer nächsten geldpolitischen Entscheidung am 3. November die Leitzinsen erneut anhebt. Die meisten Ökonomen rechnen damit.

RBA-Vizegouverneur Andrew Hauser bezeichnete die Inflationszahlen bei einer Anhörung im Senat als zu hoch. Er warnte vor einem erheblichen Risiko, dass die langfristigen Inflationserwartungen steigen. Dadurch werde es schwerer, die Teuerung wieder aus dem System zu bekommen. Hauser sagte zugleich, dies kristallisiere sich noch nicht heraus, sei aber ein besonderes Risiko.

Schneider wirft Audi Wette auf fossile Energien vor
Auch interessantSchneider wirft Audi Wette auf fossile Energien vor

Ziel sei es, die Preissteigerung wieder in Richtung des Zielwerts von 2,5 Prozent zu drücken. Als Grund verwiesen sie auf die Sorge vor einem deutlich schlechteren Inflationsausblick. Der Leitzins, der unter anderem Hypothekenzinsen beeinflusst, liegt bereits bei 4,6 Prozent. Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren, nach vier Zinserhöhungen im Jahr 2026.

In Australien ist eine heftige politische Debatte darüber entbrannt, was den Kostendruck im Alltag antreibt. Kritiker nennen hohe Treibstoffpreise infolge des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran, staatliche Ausgaben und eine schwache Produktivität. Finanzminister Jim Chalmers erklärte, die Regierung akzeptiere ihren Anteil am Kampf gegen die Inflation. Die wichtigsten Ursachen seien jedoch hohe Ölpreise und eine sich erholende Privatwirtschaft. Für Australier unter Druck wäre nach Chalmers' Worten das Wichtigste ein Ende des Krieges im Nahen Osten. Der Krieg habe sich für die Australier, für die Lebenshaltungskosten und für die Inflation weltweit als verheerend erwiesen.

Die Daten des Australian Bureau of Statistics zeigen, dass alltägliche Güter und Dienstleistungen teurer werden, während die Arbeitslosigkeit steigt. Die Transportkosten haben in den vergangenen zwölf Monaten um 8,7 Prozent zugelegt, vor allem wegen der steigenden Treibstoffpreise. Lebensmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um weitere 3,2 Prozent, die Wohnkosten um 5,2 Prozent.

Wohnen ist die größte Kategorie im Verbraucherpreisindex und war laut ABS der größte Beitrag zur Jahresinflation, gefolgt von den Transportkosten. Bauunternehmen geben höhere Material- und Arbeitskosten für neue Wohnungen weiter. Auch die Strompreise sind erhöht.

Stephen Smith, Partner bei Deloitte Access Economics, sagte, die Notenbank habe wenig Neigung zuzulassen, dass die Inflationserwartungen nach so langer Zeit über dem Ziel weiter steigen. Die Wirtschaft verlangsame sich aber bereits. Die Haushaltsausgaben seien gedämpft, der Arbeitsmarkt habe sich abgeschwächt und der Immobilienmarkt sei schwächer geworden. Smith erwartet eine Zinserhöhung in der kommenden Woche.

Josh Gilbert, Marktanalyst bei eToro, sprach davon, dass sich die Inflation in Australien zu einer Lage mit dauerhaft hohen Zinsen entwickle. Wer auf eine baldige Entlastung bei den Zinsen hoffe, brauche viel Geduld. Nach den aktuellen Daten sei eine weitere Erhöhung wahrscheinlich, sagte Gilbert.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

Teilen:XWhatsAppFacebookTelegramLinkedInE-Mail

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Sei der Erste.
Bitte bleib sachlich und respektvoll. Keine Hassrede, Beleidigungen, Werbung oder rechtswidrigen Inhalte. Verstossende Kommentare werden entfernt.

Mit dem Absenden akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.