Doris Leuthard hat als damalige Energieministerin nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 die Wende eingeleitet: Die Schweiz sollte auf neue Atomkraftwerke verzichten.
Dieser hat mit dem Gespräch ein neues Interviewformat lanciert, bei dem Leuthard erste Gästin war. Die Aargauerin erklärte, man habe damals die Entwicklung der grossen Rechenzentren nicht vorausgesehen. Der Bedarf sei heute viel grösser als das, was damals gerechnet worden sei.
Die 63-jährige Politikerin spricht von einer veränderten Ausgangslage. Es sei kein Technologieverbot gewesen, betont sie. Die Abstimmung findet Ende Februar 2027 statt.
Leuthard sei nie gegen die Atomkraft gewesen.
Zwei neue Atomkraftwerke seien damals in Planung gewesen.
Im Gespräch blickt Leuthard auch auf ihre Begegnungen mit Staatschefs zurück. Sie habe Merkel gern gehabt, sagte Leuthard. Merkel sei menschlich überzeugend und sehr gescheit gewesen.
Barack Obama beschreibt Leuthard als charismatischen Präsidenten, der zugleich fachlich interessiert gewesen sei. Daraus habe sie die Lehre gezogen, dass man den Russen nicht trauen könne. Auch Wladimir Putin sei ihr damals begegnet.
Leuthard habe sich immer gegen Sterbehilfe und Exit ausgesprochen. Mit 30 denke man daran nicht, in ihrem Alter schon, sagt sie.
Sie habe das Amt gern ausgeübt, bilanziert sie.
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