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Fast sechs Millionen Menschen in Haiti leiden unter schwerem Hunger

Nach einem neuen Bericht leiden fast sechs Millionen Menschen in Haiti unter schwerem Hunger, knapp zwei Millionen davon in Notlagen. Bandengewalt, hohe Lebensmittelpreise und El Niño verschärfen die Lage.

Fast sechs Millionen Menschen in Haiti leiden unter schwerem HungerSymbolbild
Foto: RDNE Stock project · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut einem neuen Bericht leiden fast sechs Millionen Menschen in Haiti unter schwerem Hunger, 5,94 Millionen davon auf akut hohem Niveau
  • Als Ursachen gelten Bandengewalt, Vertreibungen, hohe Lebensmittel- und Treibstoffpreise sowie das extreme El-Niño-Wetterphänomen
  • Der Analyse zufolge soll die Zahl der Betroffenen bis Mitte 2027 auf 6,35 Millionen steigen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung

Fast sechs Millionen Menschen in Haiti leiden nach einem neuen Bericht unter schwerem Hunger, knapp zwei Millionen davon in einer Notlage. Wie ABC News International berichtete, stammt die Analyse von der Integrated Food Security Phase Classification, einer multipartnerschaftlichen Initiative der Vereinten Nationen, die weltweit Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung untersucht. Die Zahl der Menschen mit akut hohem Hungerniveau liegt demnach bei 5,94 Millionen. Der Karibikstaat hat fast zwölf Millionen Einwohner.

Die Krise wird auf eine Zunahme der Bandengewalt und der Vertreibungen zurückgeführt. Hinzu kommen hohe Preise für Lebensmittel und Treibstoff sowie ein extremes El-Niño-Wetterphänomen, das die Ernährungssicherheit bedroht. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Haitis, so heißt es in dem Bericht, hat Mühe, jeden Tag genug zu essen. Die Welternährungsorganisation FAO bezeichnete die Zahl von 5,94 Millionen als eines der höchsten Niveaus weltweit.

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Jeder zweite Haitianer kann laut der Analyse nicht regelmäßig ausreichend Nahrung beschaffen. Der Analyse zufolge soll die Zahl der Menschen mit schwerem Hunger bis Mitte 2027 auf 6,35 Millionen steigen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Seit dem letzten Bericht im April ist die Zahl der betroffenen Haitianer um knapp eine Viertelmillion gewachsen.

Maxime N., Landesdirektor von Aktion gegen den Hunger für Haiti, sagte in einem Telefoninterview, die Zahlen seien im Vergleich zu anderen Jahren wirklich sehr alarmierend. Viele der Betroffenen leben in provisorischen Unterkünften und in Gemeinden, die unter Beschuss schwer bewaffneter Banden stehen. Diese kämpfen gegen die nationale Polizei und eine von den Vereinten Nationen unterstützte Sicherheitstruppe.

In der zentralen Region des Landes vertreiben die Banden Bauern von ihren Feldern. Die wichtigsten Straßen nach Port-au-Prince und in andere Gebiete sind blockiert, sodass Waren die Hauptstadt nicht erreichen. Ngalula sagte, Verhandlungen mit den Banden könnten ein, zwei, drei Tage dauern. Familien reisen laut seiner Aussage teils bis zu neun Meilen, also 15 Kilometer, zu einer Verteilstelle, weil Organisationen bestimmte Gebiete nicht erreichen können. Es sei nicht leicht, alle zu versorgen.

Die Organisation verteilt Bargeld sowie Nahrungsmittel wie Reis und Bohnen. Herausforderungen bleiben jedoch, besonders bei Menschen, die durch die Gewalt obdachlos geworden sind und von einer Notunterkunft zur nächsten ziehen müssen. Die Strategie laute nun, wie man diese Menschen begleiten oder ihnen folgen könne, sagte Ngalula.

Im Jahr 2014 waren nur zwei Prozent der Bevölkerung Haitis ernährungsunsicher. Der Hurrikan Matthew im Jahr 2016 zerstörte Ernten, danach löste die Zunahme der Bandengewalt einen weitverbreiteten Hunger aus. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen erklärte, es benötige 78 Millionen US-Dollar, um seine Einsätze in Haiti bis März aufrechtzuerhalten. Der Bericht warnte zugleich, humanitäre Hilfe müsse dringend ausgeweitet werden, um die unmittelbaren Bedürfnisse zu decken.

Der wachsende Hunger fällt mit einer Zunahme der Kämpfe zwischen den Banden und der von den Vereinten Nationen unterstützten Truppe zusammen. Nach einem Angriff in Port-au-Prince am 18. Oktober verschwanden vier salvadorianische Flugzeugtechniker. Seither hat El Salvador mehr als 1.000 Soldaten nach Haiti entsandt.

Davina H., Missionsleiterin von Ärzte ohne Grenzen in Haiti, erklärte in einer Mitteilung, man sei sehr besorgt über die Gewalt in dicht besiedelten Vierteln der Hauptstadt. Sie befürchte, dass der bewaffnete Konflikt in den kommenden Tagen noch mehr Opfer fordern und noch mehr Menschen vertreiben werde, besonders mit der Ankunft zusätzlicher internationaler Sicherheitskräfte.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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