Der Sportartikelhersteller Adidas hebt seine Gewinnerwartung für das laufende Geschäftsjahr an. Wie n-tv berichtet, stützt sich die höhere Prognose auf gute Geschäfte in den ersten neun Monaten und ein Rekordquartal im dritten Vierteljahr.
Zum Rekordergebnis trug auch eine Rückerstattung von US-Zöllen bei, die sich auf rund 200 Millionen Euro belief. Ein Gericht hatte diese Abgaben für unzulässig erklärt. Weitere 100 Millionen Euro entstanden, weil Adidas seine Ware mit geringeren Rabatten verkaufen konnte als erwartet.
Vorstandschef Björn Gulden sagte bei der Vorstellung der Zahlen, 100 Millionen Euro seien direkt für mögliche Abschreibungen reserviert. Damit solle das Unternehmen zukunftsfit gemacht werden. Denkbar seien unter anderem unrentable Läden, veraltete IT oder Stellenstreichungen. Konkret entschieden sei aber noch nichts.
Über die ersten drei Quartale legte der Umsatz um elf Prozent zu. Gulden zeigte sich nach eigenen Worten ziemlich stolz auf die Leistung des Unternehmens und sagte, Adidas nehme anderen Unternehmen Marktanteile ab.
Die Entwicklung unterscheidet sich stark nach Sparte, Region und Vertriebsweg. Im dritten Quartal gingen sie dort um vier Prozent zurück. In anderen regionalen Märkten stiegen die Umsätze hingegen um zweistellige Prozentsätze.
Der Umsatz mit Sport- und Freizeitkleidung stieg um 19 Prozent, bei den Schuhen stagnierte er. Gulden lobte die Design- und Entwicklungsteams. Deren neue Kollektionen seien weltweit stark gefragt und trieben das Lifestyle-Geschäft an.
Gulden kritisierte Wettbewerber, die ihre Lager mit hohen Rabatten räumen wollten. Wenn alle disziplinierter wären, gäbe es nach seinen Worten nicht mehr Angebot als Nachfrage.
Kommentare (0)