Amazon hat für die vergangenen drei Monate einen Barmittelabfluss von 42,4 Milliarden Dollar ausgewiesen. Wie n-tv berichtete, hat sich dieser damit nahezu versechsfacht. Der Onlinehändler gab die Zahlen nach Börsenschluss bekannt, im nachbörslichen Handel an der Wall Street verlor die Aktie rund acht Prozent.
Portfoliomanager Dave Wagner vom Vermögensverwalter Aptus hält die Entwicklung für besorgniserregend. Das operative Geschäft erwirtschafte reichlich Geld, doch die Investitionen zehrten es vollständig auf, sagte er.
Amazon hat ähnliche Probleme wie Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, und Meta, der Betreiber von Facebook. Bei Alphabet fiel der freie Cashflow im dritten Quartal negativ aus, und zwar um knapp zehn Milliarden Dollar. Bei Meta betrug das Minus 2,1 Milliarden Dollar.
Marcel Tietjen, Technologie-Experte der Beratungsfirma Bearingpoint, sagte, die Maßstäbe dafür, wer im KI-Zeitalter vorne liege, veränderten sich.
Microsoft senkte seine Investitionsprognose am Mittwoch von 175 auf 170 Milliarden Dollar.
Zugleich zeigte er sich mit Blick auf die mittelfristigen Wachstumsaussichten optimistisch.
In anderen Geschäftsfeldern lief es weniger gut. Das Wachstum der Werbeeinnahmen verlangsamte sich deutlich auf zwölf Prozent. Die Konzernerlöse lagen mit 201,9 Milliarden Dollar leicht unter den Markterwartungen. Das schürte Spekulationen, die Verbraucher könnten wegen der anziehenden Inflation im wichtigen Weihnachtsgeschäft ihre Ausgaben zurückhalten.
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