Hanning war vor rund drei Wochen festgenommen worden, zusammen mit seinem ehemaligen Büroleiter Manfred D. Der Generalbundesanwalt wirft dem früheren BND-Präsidenten vor, mithilfe des langjährigen BND-Beamten D. wollte sich nicht äußern.
Im BND löste schon die bloße Ankündigung große Aufregung aus. Die Deutschen Sicherheitsbehörden sind seit Jahrzehnten auf die mächtigen US-Partner angewiesen, ein Rückgang des transatlantischen Informationsflusses ließe sich kaum ausgleichen.
Von einer Einschränkung der Zusammenarbeit sei hingegen nichts zu spüren, heißt es in Berlin. Die Kooperation befinde sich im Normalzustand, so Sicherheitskreise. Auch die US-Botschaft machte keine Angaben.
Das ganze Ausmaß der Affäre ist noch nicht absehbar. Zeugen werden vernommen.
Den Recherchen zufolge soll D. in der Beschreibung dieses Nebenjobs Büroarbeiten für Hanning angegeben haben, sodass die Zahlungen auf dem Papier legitimiert worden sein könnten. D. Wegen seiner Nähe zur Hausspitze habe er im Dienst eine Sonderstellung gehabt und sei womöglich weniger streng kontrolliert worden als andere, so Eingeweihte.
Eine Arbeitsgruppe der BND-Sicherheitsabteilung geht nach dem Stand der Dinge offenbar davon aus, dass D. einige Dokumente in Papierform aus dem Dienst geschmuggelt haben soll.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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