Das Schiedsgericht des Internationalen Sportgerichtshofs CAS hat einer Berufung des russischen Verbands stattgegeben, wie die Kleine Zeitung berichtete. Russische Teams können damit wieder an internationalen Wettbewerben antreten.
Russland ist seit Ende Februar 2022 wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine vom Weltverband ausgeschlossen. Das Gremium entschied einstimmig und hielt die von der IIHF angeführten Sicherheitsbedenken für nicht ausreichend belegt. Nach den geltenden Verbandsregeln könnten Athleten nur dann aufgrund ihrer Nationalität ausgeschlossen werden, wenn nachweislich begründete Sicherheitsrisiken bestehen.
Der Weltverband zeigte sich mit der Begründung nicht einverstanden, werde das Urteil jedoch akzeptieren. Der Österreichische Eishockeyverband ÖEHV bedauerte die Entscheidung ebenfalls und erklärte in einer Mitteilung, er lehne die Rückkehr Russlands weiterhin klar ab. Der Verband stellt sich hinter den Weltverband und will ihn bei der Prüfung möglicher nächster Schritte unterstützen. Welche Folgen sich für die österreichischen Nationalteams ergeben, werde analysiert.
Sollte Russland bei der Männer-WM im kommenden Jahr tatsächlich teilnehmen, müsste ausgerechnet die Ukraine weichen.
Änderungen bei der Teilnahme erforderten eine umfassende Abstimmung mit den nationalen Mitgliedsverbänden, Organisationskomitees und Gastgeberbehörden. Dabei gehe es unter anderem um Wettbewerbsformate, Spielpläne, Reise- und Unterbringungsmodalitäten sowie Sicherheitsmaßnahmen. Die Entscheidungen des CAS berücksichtigten diese praktischen Aspekte nicht, die sich nicht sofort umsetzen ließen.
Wie die Rückkehr konkret ablaufen soll, muss der Weltverband nun gemeinsam mit den jeweiligen nationalen Verbänden erörtern.
Kommentare (0)