Im Jahr 2025 kamen in Deutschland so wenige Kinder zur Welt wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Bundesweit waren es rund 654.000 Kinder, rund elf Prozent weniger als vor zehn Jahren. Spiegel Online berichtet unter Berufung auf das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass eine rasche Besserung dieses rückläufigen Trends nicht in Sicht sei.
Die Unterschiede zwischen Ost und West sind groß. Im Westen fiel der Rückgang mit sechs bis acht Prozent geringer aus.
Frauen bekommen Kinder meist in diesem Alter. Die Folge: Wesentlich weniger Paare könnten Eltern werden. Grundlage seiner Berechnung sind Daten der Bevölkerungsvorausberechnung.
Nach Einschätzung Geis-Thönes könnte der Trend sogar noch stärker ausfallen. Bisherige Annahmen zur Migration seien deutlich zu günstig angesetzt.
Für Ost und West erwartet er eine unterschiedliche Entwicklung. Im Osten folgt auf einen weiteren Rückgang ab 2030 ein langsamer Wiederanstieg der Zahl junger Frauen. Im Westen setzt sich der Rückgang über das Jahr 2035 hinaus kontinuierlich fort.
Die Zahl der Geburten hängt laut Studie grundsätzlich von zwei Faktoren ab: davon, wie viele potenzielle Eltern es gibt, und davon, wie häufig sich diese für Kinder entscheiden. Die Geburtenrate je Frau sank laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr auf 1,32. Das ist der niedrigste Wert seit rund 30 Jahren.
Familienpolitische Leistungen dürften nicht gekürzt werden.
Eine interaktive Karte macht die Entwicklung nachvollziehbar.
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