Am Samstag (31. Oktober) wollen Tausende vorwiegend junge Menschen in mehr als 30 Städten auf die Straße gehen. Zu den Protesten ruft das Bündnis „Gen Z regelt“ auf, das die Demonstrationen bundesweit organisiert.
Begründet werden die Proteste mit hohen Lebenshaltungskosten, die viele Menschen belasten, vor allem jene mit weniger Geld.
In einem Positionspapier des Bündnisses heißt es, bei Bildung, Sozialem, Kultur und Gesundheit werde gespart.
Ähnlich äußerte sich Markus Weinberger, stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte er, der Lehrermangel sei ein Dauerproblem.
In München plant das Bündnis ab 14 Uhr eine Demonstration am Geschwister-Scholl-Platz. Bis Donnerstagmittag (29. Oktober) hatten sich auf der Internetseite des Veranstalters fast 8000 Teilnehmer angemeldet. Nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats vom Freitag (30.
Die Polizei rechnet mit weniger Protestierenden.
In Köln gibt es mit mehr als 12 000 Anmeldungen die meisten.
Manche Gewerbetreibende hätten bei der Polizei nachgefragt, was am Wochenende zu erwarten sei. Gleichzeitig lägen dem Präsidium nach Schelshorns Worten nach wie vor keine konkreten Hinweise auf Sachbeschädigungen oder Gewaltexzesse vor.
Bei Gewalt sei eine rote Linie überschritten. Wer friedlich und ohne Waffen demonstriere, dürfe dagegen sein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausüben, und dieses Recht schütze die Polizei.
Auch Politiker von Union und SPD hatten zuletzt vor einer Eskalation gewarnt.
Gewalt und Plünderungen dürften nicht zum Bestandteil einer Protestbewegung werden. Er fragte, was an einem Schulsystem oder einer Schultoilette besser werde, wenn Geschäfte verwüstet und Läden geplündert würden. Gewaltsame Proteste diskreditierten die Anliegen der Demonstrierenden.
Generalsekretärin Amy Kirchhoff sagte gegenüber RTL und N-tv, Gewalt sei keine Lösung.
Das Bündnis „Gen Z regelt“ betont, Gewalt ebenfalls abzulehnen. Der Protest sei friedlich, ohne Ausnahme.
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