Kurz vor dem Rückflug aus Peking gab er der tagesschau ein Interview für den Bericht aus Berlin, in dem es vor allem um die Beziehungen zu China und um die rasante Entwicklung der KI ging.
Damals habe sich ebenfalls nicht mehr die Frage gestellt, ob die Entwicklung eintrete, sondern wie Politik und Gesellschaft darauf reagierten.
Deutschland müsse dennoch selbstbewusst auftreten. Europa könne es sich deshalb nicht leisten, die Technologie abzulehnen.
Gleichzeitig spreche sich Steinmeier für internationale Spielregeln aus.
Die eigentliche Gefahr von KI liege für Steinmeier nicht in Fabriken oder Unternehmen, sondern in den Auswirkungen auf die Demokratie. Soziale Netzwerke seien schon heute ein Einfallstor für gezielte Desinformation und Manipulation, und durch KI könnten sich diese Möglichkeiten in den kommenden Jahren erheblich ausweiten. Autoritäre Staaten könnten KI möglicherweise auch nutzen, um gesellschaftliche Kontrolle zu perfektionieren.
Xi habe signalisiert, die Sorgen Europas über Handelsungleichgewichte ernst zu nehmen. Europa habe kein Interesse an einem Handelskrieg, Konflikte müssten stattdessen am Verhandlungstisch gelöst werden. Erste Ergebnisse der Gespräche zwischen der EU-Kommission und China wertet Steinmeier als ermutigendes Signal.
Auch die internationale Sicherheitspolitik sei Thema gewesen. Laut Bundespräsident habe Xi überrascht auf entsprechende Meldungen reagiert und sie zurückgewiesen.
Welche persönlichen Pläne er für die Zeit danach habe, ließ er offen.
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