Die Fälle manipulierter Süßigkeiten für Kinder zu Halloween weiten sich aus. Wie der ORF berichtete, ist mit Salzburg mittlerweile ein viertes Bundesland betroffen. Zuvor waren in Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark Metallgegenstände in Naschsachen gefunden worden, die Kinder bei ihrer Sammeltour erhalten hatten.
Im Bezirk Amstetten wurde am Montag eine Zehnjährige leicht im Mund verletzt, als sie in eine Minischokolade biss, in der eine Nadel versteckt war. Auch in Salzburg gab es einen Fall.
Bei einer Pressekonferenz am Dienstag riefen die Behörden erneut eindringlich dazu auf, gesammelte Süßigkeiten nicht ohne vorherige Kontrolle zu essen. Im Bundeskriminalamt wurde eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet, die den Namen „Treat“ trägt. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigte an, alles Menschenmögliche zu tun, um das als feige und hinterhältig bezeichnete Verbrechen aufzuklären.
Man habe sich zudem mit anderen Ländern vernetzt. Zu Größe und Zusammensetzung der Ermittlergruppe wollte sich Tatzgern nicht näher äußern. Die Gruppe könnte allenfalls auch mit internationaler Beteiligung arbeiten, etwa mit deutschen Beamten und mit Europol. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen betroffenen Ländern liege auf der Hand, hieß es.
Außerdem sei in Ungarn ein Fall bekannt geworden. Im bayrischen Landshut steckten Schrauben in Kaubonbons und Schokoriegeln. In Niedersachsen verletzte sich ein neunjähriges Mädchen durch einen manipulierten Schokoriegel. Frühere ähnliche Fälle gab es in Deutschland bereits.
In zwei Gemeinden in der Provinz Ontario wurden Naschsachen mit Metallgegenständen gefunden. Auch aus der Provinz Quebec wurden Fälle gemeldet. Das BK nimmt die Vorfälle nach eigenen Angaben sehr ernst.
Entdeckte Fremdkörper sollen nicht aus den Süßigkeiten entfernt oder anderweitig verändert werden, um mögliche Spuren zu sichern.
Die Behörden warnten zugleich vor Panik.
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