In mehreren Supermärkten in Nordrhein-Westfalen und Bayern haben Angreifer die Kühlanlagen in der Nacht auf Heizen umgestellt, wie tagesschau berichtet. Statt fünf Grad zeigten die Anlagen plötzlich 50 Grad. Die Märkte mussten daraufhin große Mengen Lebensmittel wegwerfen.
In allen vier Märkten seien die Kühlanlagen während der Nacht umgestellt worden.
Neben den Kühlregalen seien auch Lagerbereiche betroffen gewesen.
Der CAP-Markt in Wuppertal schrieb auf Facebook, ein externer Zugriff am Wochenende habe dazu geführt, dass die Tiefkühl- und Kühlanlagen am Vormittag zu warm gewesen seien.
Die Organisation Foodsharing habe alles mitgenommen, was sich noch retten ließ. Der Großteil der Ware habe dennoch vernichtet werden müssen.
Laut dem Polizeipräsidium Niederbayern besteht der Verdacht des Ausspähens von Daten und der Datenveränderung. Die Behörde wolle sich nach Angaben eines Sprechers dabei auch mit den Behörden in den anderen betroffenen Ländern abstimmen.
Sämtliche gekühlten und gefrorenen Waren hätten dort vernichtet werden müssen.
Zu den Attacken hat sich bislang niemand bekannt. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen sprach von einem bewusst angelegten Versuch, die Versorgung mit Lebensmitteln zu stören und das Vertrauen der Verbraucher zu untergraben. Das wiederholte Auftreten der Angriffe sei zutiefst besorgniserregend. Sie würden ernst genommen. Die Lebensmittelsicherheit in Europa sei derzeit gleichwohl nicht gefährdet, erklärte Hansen.
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