Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, stellt sich die Volkswagen-Tochter Elli neu auf. Betroffen sind Wallboxen für den Heimgebrauch ebenso wie der Bau von Ladeinfrastruktur für Unternehmen.
Elli-Chef Giovanni Palazzo erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, das Unternehmen ordne sein Angebot neu. Künftig wolle sich Elli auf digitale und skalierbare Geschäftsmodelle konzentrieren. Damit sollen mehr Kundinnen und Kunden in mehr Märkten erreicht und laufende Erlöse erzielt werden.
Für Kundinnen und Kunden habe der Schritt laut Palazzo keine Folgen.
Zudem gibt Elli die Produktion spezieller Ladesäulen auf. Auch die Zuständigkeit für Volkswagens Batterie-Großspeicher übernimmt die Firma nicht mehr. Diese Anlagen dienen als Puffer für Wind- und Solarenergie. Die Maßnahme gehört zu einer umfassenderen Umstrukturung des Unternehmens.
Offen ließ Palazzo, wie viele der rund 400 Beschäftigten wegen der Neuaufstellung ihre Arbeit verlieren könnten. Nach seiner Darstellung ist die Zahl dennoch nicht unerheblich, weil viele Mitarbeitende in den betroffenen Bereichen tätig seien. Wie ein Stellenabbau umgesetzt werden soll, war zunächst unklar.
Dem Manager zufolge laufen bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Den Beschäftigten wurden die Pläne bereits vorgestellt.
Den Autokonzern aus Wolfsburg hatte Elli im Jahr 2018 als Anbieter von Ladeinfrastruktur und Strom aufgelegt, noch bevor die E-Auto-Familie ID an den Start ging. Seitdem sind weitere Geschäftsfelder hinzugekommen. Die Konkurrenz werde schärfer, die Margen sänken. Die Ressourcen sollen auf den Produktkern konzentriert werden, der nach eigenen Angaben erfolgreich ist.
Im Abschluss für 2024, der im Unternehmensregister öffentlich einsehbar ist, wies die Tochter einen Umsatz von 174 Millionen Euro aus.
Palazzo will Elli durch die Neuaufstellung in die Gewinnzone führen. Dazu wolle er vor allem die Fixkosten senken, insbesondere die Personalkosten, um die Rentabilität zu steigern, sagte er. Der Weg in die schwarzen Zahlen sei nach seiner Einschätzung vergleichsweise kurz. Dadurch dürfte Elli auch für Investoren attraktiv werden. Erste Gespräche gebe es demnach bereits.
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