Mit einer Großrazzia hat die Polizei gegen Netzwerke vorgehen lassen, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Kriminalität als Dienstleistung anbieten. Das Verfahren läuft unter dem Stichwort „Crime as a Service“. Wie die Deutsche Welle berichtete, waren etwa 1000 Beamte an dem Einsatz beteiligt.
Einsatzkräfte durchsuchten 82 Wohn- und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Fünf Haftbefehle konnten nach Polizeiangaben vollstreckt werden. Die Ermittler stellten außerdem hohe Bargeldbeträge, Goldbarren und mehrere scharfe Schusswaffen sicher.
Insgesamt gelten 53 Menschen als Beschuldigte. Das Geld soll meist nach China geflossen sein.
Mitwirkende Stellen waren das Polizeipräsidium Frankfurt, die Steuerfahndung beim Finanzamt Frankfurt sowie das Hauptzollamt Rosenheim in Bayern. Sie handelten jeweils im Auftrag der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Der Schwerpunkt lag im Rhein-Main-Gebiet.
Außerdem richteten sich Durchsuchungen gegen mutmaßliche Linksextremisten. Wohnungen in Sachsen, Thüringen, Hamburg und Bremen wurden durchsucht. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden, teilten die Staatsanwaltschaft Dresden und das sächsische Landeskriminalamt mit.
Die Ermittler legen zwölf Männern zur Last, die zwischen 18 und 36 Jahren alt sind.
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