Dritter Verdächtiger nach Brandanschlag auf Starlink-Station in Polen festgenommen
Sechs Wochen nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Bodenstation des Satellitenkommunikationssystems Starlink in Polen haben Ermittler in Baden-Württemberg einen weiteren Verdächtigen gefasst. Wie n-tv berichtet, handelt es sich um einen türkischen Staatsbürger, der im Landkreis Reutlingen festgenommen wurde. Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt des Landes mit.
Bei seiner Festnahme stellten die Einsatzkräfte acht Mobiltelefone sowie Munition sicher.
Die beiden ersten Verdächtigen waren nach früheren Behördenangaben etwa drei Wochen zuvor in Nürtingen gefasst worden, und zwar auf Ersuchen polnischer Ermittler. Beide befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Polen hat ihre Auslieferung beantragt.
Das Ziel sei ein Terminal des Satellitensystems in Masowien gewesen, das in Brand gesetzt werden sollte. Der Festgenommene wurde inzwischen einem Richter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.
Polens Regierungschef Donald Tusk hatte bereits kurz nach dem Feuer von einem weiteren Akt hybrider Kriegsführung gesprochen. Die Anlage gehört laut polnischen Behörden dem staatlichen Telekommunikationsunternehmen Exatel. Über sie werden nach deren Angaben unter anderem Internetdaten durch Polen und in die Ukraine geleitet.
Auch Systeme des Raumfahrtunternehmens SpaceX, die über Starlink-Terminals Internetverbindungen bereitstellen, nutzen die Station.
Durch das Feuer sei der Internetzugang für mehrere Institutionen gestört worden, darunter die ukrainische Armee.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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