Wie n-tv berichtet, warnt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall vor dem Abbau weiterer 300.000 Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie. Der Verband sieht die Gefahr einer weiteren Deindustrialisierung, während der Streit mit der Arbeitnehmervertretung um höhere Entgelte andauert. Ein Ende des Konflikts ist derzeit nicht absehbar.
Hauptgeschäftsführer Oliver Zander sagte gegenüber der Bild-Zeitung, die Deindustrialisierung habe in der Metall- und Elektro-Industrie seit 2019 bereits 350.000 Arbeitsplätze gekostet. Angesichts der Unterauslastung seien in den nächsten zwei bis drei Jahren weitere 300.000 Stellen allein in der M+E-Industrie bedroht. Dann kämen die Beschäftigten nur noch auf 3,4 Millionen, was nach Zanders Worten der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung 1990 wäre.
InstaNews hatte am 1. November berichtet, dass mit Mitternacht Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen hatten. In Andernach legte zeitweise ein Teil der Belegschaft von Thyssenkrupp Rasselstein die Arbeit nieder.
Zander warnte die IG Metall davor, zu einer Eskalation des Tarifkonflikts beizutragen, weil sich die Lage weiter verschlechtere. Die Lage sei katastrophal, viele Unternehmen kämpften ums Überleben, und eine Besserung sei nicht in Sicht, sagte er. Die Forderung von fünf Prozent für zwölf Monate sei deshalb unverantwortlich.
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