Der Mainzer Konzern Biontech hat im dritten Quartal wieder Gewinn erzielt, wie der Sender n-tv berichtete. Nach Angaben des Unternehmens stand per Ende September ein Nettogewinn von 184,5 Millionen Euro zu Buche, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 28,7 Millionen Euro angefallen war. Mit Blick auf das Gesamtjahr zeigt sich Biontech nun etwas zuversichtlicher.
Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres bleibt bei dem Pharmaunternehmen und Impfstoffhersteller aus Mainz jedoch ein Verlust von 1,17 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 831,1 Millionen Euro betragen.
Ein Hauptgrund sind hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung, vor allem im Bereich der Krebstherapien. Gleichzeitig ist das Geschäft mit dem Covid-19-Impfstoff stark geschrumpft. Deshalb muss Biontech an mancher Stelle sparen. Wie das Unternehmen Ende September mitteilte, sollen die Standorte Tübingen Ende 2027, Marburg Anfang 2028 und Idar-Oberstein Ende 2028 geschlossen werden. Beide Unternehmen haben eine gemeinsame globale Entwicklung und Vermarktung des Wirkstoffkandidaten Pumitamig vereinbart, für den BMS seinerzeit eine große Summe an Biontech zahlte.
Sie wechseln in ein neues Unternehmen namens Arife, das ebenfalls in Mainz seinen Sitz haben wird.
Vor einiger Zeit war zu hören, dass Biontech Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einbringen könnte. Biontech selbst teilt jedoch mit, dass noch nicht feststeht, ob eine solche verbindliche Vereinbarung zustande kommt. Die Gespräche dazu laufen, wie es nun heißt, und eine Einigung wäre für beide Seiten freiwillig.
InstaNews hatte am 3. November über Kritik des Betriebsrats berichtet, der sich in einem Brief an den Vorstand über den Umgang mit den Beschäftigten in der laufenden Transformation beschwerte. Das Unternehmen erklärte damals, es nehme die Vorwürfe sehr ernst und suche den Dialog.
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