Deutschlands Einzelhändler blicken mit großer Sorge auf das beginnende Weihnachtsgeschäft. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fürchtet, dass neue Proteste der Initiative „Gen Z regelt“ die Kundenfrequenz in den Innenstädten senken könnten. Nach Angaben von HDE-Präsident Alexander von Preen führt jede Veranstaltung, gerade an den einkaufsstarken Samstagen, zu weniger Frequenz. Das erhöhe das Risiko für Umsatzeinbrüche, sagte er der WELT. „Das macht uns natürlich ein bisschen nervös.“
Nach zunächst friedlichen Protesten kam es vereinzelt auch zu Gewalt, Vandalismus und Plünderungen, etwa in Köln und Frankfurt. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth erklärte, es gebe berechtigte Interessen der jungen Generation. Genth sagte, der Verband setze darauf, dass der Rechtsstaat funktioniere. Weitere Proteste sind bereits angekündigt.
Diese Einnahmen sind fest einkalkuliert. Das Geschäft verlief im bisherigen Jahresverlauf jedoch eher schwach. Für den September meldete das Statistische Bundesamt ein Minus von inflationsbereinigt zwei Prozent, obwohl Ökonomen mit einem leichten Wachstum gerechnet hatten.
Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, sagte, die Menschen sparten praktisch in der gesamten Breite ihrer Einkäufe. Im ersten Halbjahr habe es nicht mehr als ein blutleeres Wachstum gegeben.
Bestseller bleiben Geschenkgutscheine, dahinter folgen Spielwaren, Bücher und Schreibwaren, Kosmetik und Körperpflege sowie Bekleidung und Schuhe.
Angebote seien dabei elementar wichtig.
Kommentare (0)