Vor allem die Energiepreise treiben die Inflation im Euro-Raum nach oben. Grundlage seien vorläufige Daten, teilte die Behörde mit.
Es ist der höchste Stand seit mehr als drei Jahren. Eine Rate in dieser Höhe war zuletzt im September 2023 registriert worden, damals vor allem wegen stark gestiegener Lebensmittelpreise. Inzwischen sind es die Energiekosten, die am stärksten zulegen: Sie lagen um 20,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, nach 18,9 Prozent im September.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt vor einer wachsenden Inflationsgefahr gewarnt, die mit dem anhaltenden Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges zusammenhängt. Nach einer Zinspause dürfte die Notenbank im Dezember die dritte Anhebung in diesem Jahr vornehmen, um der Teuerung entgegenzuwirken.
Der Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, Alexander Krüger, sieht das Risiko, dass nach den US-Zwischenwahlen eine neue Eskalation im Nahen Osten folgt. Ein neuer Preisschub würde die Inflationsrate seiner Einschätzung nach noch weiter in die Höhe treiben.
Auch Bundesbankchef Joachim Nagel sendete Signale in diese Richtung. Eine Zinserhöhung im Dezember hält er nach heutigem Stand für sehr wahrscheinlich notwendig.
In Deutschland lag die Inflationsrate im Oktober, berechnet für europäische Vergleichszwecke, bei 2,8 Prozent und damit weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums. Dazu beigetragen habe auch der staatlich verordnete Tankrabatt. In Italien liegt die Teuerungsrate bei 5,6 Prozent, in Spanien bei 4,9 Prozent.
Aktuell liegt er bei 2,50 Prozent.
Hohe Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen erhöhen das Risiko, dass sich Löhne und Preise gegenseitig nach oben treiben.
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