Die Kleine Zeitung berichtet unter Berufung auf eine Analyse des ÖAMTC, dass die seit dem 1. Oktober geltende Spritpreisbremse zwar Wirkung zeigt, diese aber nicht in vollem Umfang entfaltet. Das Minus von 10,5 Cent entspreche annähernd der erwartbaren Entlastung.
Diesel verbilligte sich deutlich weniger. Der Literpreis sei von 2,195 auf 2,140 Euro gesunken, also um 5,5 Cent, wie der Klub vorgerechnet habe. In den ersten Oktobertagen sei der Dieselpreis zwar stärker zurückgegangen, doch anschließende Preissteigerungen hätten die Entlastung im Monatsschnitt wieder geschmälert.
Ohne die Spritpreisbremse wäre Diesel im Oktober in Österreich nach Einschätzung des Klubs vermutlich so teuer gewesen wie nie zuvor.
Der Abstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten wird zudem immer größer. Im Jänner dieses Jahres habe Diesel lediglich 3,3 Cent mehr gekostet als Super. Im Oktober habe die Differenz bereits 32,4 Cent betragen. Sie sei damit rund zehnmal so groß gewesen und habe den höchsten vom Klub jemals beobachteten Wert erreicht.
Den Grund für die wachsende Lücke sieht der ÖAMTC im Krieg im Nahen Osten.
Die von der Bundesregierung beschlossene Spritpreisbremse senkt die Kosten pro Liter Treibstoff an der Zapfsäule rechnerisch um zwölf Cent. Nach derzeitigem Beschluss gilt sie bis Ende November. Ob danach neue Schritte folgen, sei derzeit offen. Die internationale Energiepreis-Entwicklung werde laufend beobachtet, hätten Regierungsvertreter zuletzt erklärt.
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