Der Raumfahrtkonzern SpaceX des Milliardärs Elon Musk prüft offenbar, die Mobilfunktochter Boost des Satellitenbetreibers EchoStar zu übernehmen. Alternativ käme in Betracht, deren Funknetz zu nutzen, wie n-tv unter Berufung auf die Washington Post berichtet. Die Zeitung stützt sich dabei auf Insider.
Keines der beiden Unternehmen sei für eine Stellungnahme erreichbar gewesen. Auch eine Kooperation sei im Gespräch.
SpaceX und die Tochterfirma Starlink wollen Sprach- und Datenverbindungen über gewöhnliche Smartphones anbieten, die über Satelliten laufen.
Beide haben Netznutzungsvereinbarungen mit Boost geschlossen, die bei einem Verkauf wohl automatisch enden würden.
Satellitentelefonie mit gewöhnlichen Smartphones wird international immer wichtiger. Bisher kommen für Anrufe und Datentransfers in schwer zugänglichem Gelände oder in Katastrophengebieten meist Spezialgeräte zum Einsatz, deren Antennen einen ungehinderten Blick zum Himmel benötigen.
Die Europäische Union hat den größten Teil der Lizenzen, die im kommenden Jahr neu vergeben werden, für heimische Anbieter vorgesehen.
Auf den Zeitungsbericht reagierte der Aktienmarkt im vorbörslichen Handel an der Wall Street. Die Papiere von AT&T, T-Mobile und Verizon verloren jeweils knapp zwei Prozent.
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