Kretschmer erklärte, er gehe davon aus, dass Aigner die gemeinsame Kandidatin der Union werde, und wünsche sich dies. Die Debatte müsse ein Ende haben. Voigt hatte zuvor gegenüber dem Stern gesagt, er kenne Aigner aus einer über 20-jährigen Zusammenarbeit. Sie denke und handle so, wie es jemand sei, den Deutschland jetzt gerade brauche.
Entscheidend ist nun, wie sich die CDU verhält. Dabei spielen die Ministerpräsidenten und die übrigen Landesvorsitzenden der Partei eine zentrale Rolle. Die Hälfte der Wahlleute in der Bundesversammlung kommt aus den Ländern. Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar über die Nachfolge Steinmeiers. Dies deute darauf hin, dass er auch die Grünen mit im Boot haben will. Kretschmer sagte, die Kandidatin solle breite Zustimmung über die Parteigrenzen hinweg erhalten. Es gehe um eine Persönlichkeit, die das Land zusammenführen könne.
Eine solche Geschichte könne das Land gut gebrauchen.
In den 77 Jahren der Bundesrepublik Deutschland hat es noch nie eine Bundespräsidentin gegeben. Alle zwölf bisherigen Staatsoberhäupter waren Männer. Ein Bundespräsident kam bisher nie aus der CSU.
Einzelne CDU-Kreisvorsitzende hatten bereits Sympathien für Aigner gezeigt.
Merz soll den CDU-Spitzengremien einen Vorschlag unterbreiten. Zuvor will er Gespräche mit den Landesvorsitzenden der CDU sowie mit CSU und SPD führen. Spätestens nach den Gremiensitzungen sollen auch die Grünen einbezogen werden.
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