Die Freien Wähler wollen ihren Bundesparteitag nach dem Tod von Hubert Aiwanger nicht wie geplant abhalten, sondern verschieben. Das sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Streit dem Sender SWR 1 Rheinland-Pfalz, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Der Parteitag war für den 14. November in Geiselwind vorgesehen. Nach Streits Worten soll er an einem anderen Termin stattfinden, voraussichtlich im Jahr 2027.
Aiwanger wurde 55 Jahre alt. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte seinen Tod am Abend.
Aiwanger war Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler. Als Landeschef war er erst vor einem Jahr wiedergewählt worden. Als Bundesvorsitzender wollte er sich eigentlich am übernächsten Wochenende erneut im Amt bestätigen lassen. Wer die Partei nun an der Spitze führt, ist offen. Auch innerhalb der Partei sei noch nicht geklärt, wie es weitergeht.
Die Freien Wähler Bayern teilten in der Nacht zu Donnerstag mit, sie würden ihre Arbeit im Sinne von Aiwanger weiterführen. Im bayerischen Wirtschaftsministerium übernimmt mindestens vertretungsweise Staatssekretär Tobias Gotthardt, der ebenfalls den Freien Wählern angehört, die Amtsgeschäfte. Das ist in der Geschäftsordnung der Staatsregierung so geregelt.
Streit würdigte Aiwanger als echten Freigeist, vielleicht als einen der letzten seiner Art.
Die Freien Wähler seien mit Aiwanger assoziiert worden, sagte Streit. Man sei die Aiwanger-Partei und die Bayern-Partei gewesen. Aiwanger habe der Partei als Lichtgestalt vorgestanden.
Dort werde auch die Entscheidung getroffen, wer künftig die Freien Wähler in Deutschland führen werde.
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