Wie die Kleine Zeitung berichtete, beläuft sich der geschätzte Umsatzsteuerschaden des Betrugs europaweit auf über 100 Millionen Euro. Nach Angaben des Finanzministeriums entfallen davon mehr als zehn Millionen Euro auf Österreich.
Dabei kam es zu fünf Festnahmen.
Die Festnahmen erfolgten auf Antrag der Staatsanwaltschaft.
Sichergestellt wurden Geschäftsunterlagen und elektronische Datenträger. Auch hochwertige Vermögensgegenstände und Liegenschaften waren von den Maßnahmen betroffen. Die Auswertung der Beweismittel dauert noch an und erfolgt in enger Abstimmung mit der Europäischen Staatsanwaltschaft.
Im Auftrag der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wurden europaweit mehr als 100 Einsatzorte bearbeitet. Das Amt für Betrugsbekämpfung (ABB) war mit seiner Steuerfahndung maßgeblich an den Ermittlungen in Österreich beteiligt.
Die europaweite Operation trägt die Bezeichnung J.A.V.E.L.I.N. Nach Ministeriumsangaben gliederte sie sich in mehrere eng verknüpfte Ermittlungsstränge und reichte über zahlreiche Staaten Europas.
Ein zentraler Bestandteil des mutmaßlichen Systems war der Handel mit Neufahrzeugen.
Dabei handelt es sich um sogenannten Karussellbetrug.
Auch gefälschte Transport- und Liefernachweise sollen dazu gedient haben, Warenbewegungen und Abnehmer zu verschleiern.
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