Deutsche Wirtschaft blickt wieder zuversichtlicher in die Zukunft
Die deutschen Unternehmen schauen wieder zuversichtlicher auf die kommenden Monate, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Grundlage ist die Herbstumfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer, für die 23 000 Firmen befragt wurden. Seit Mai habe sich die Stimmung spürbar verbessert. Die aktuelle Geschäftslage bewerten die Betriebe demnach positiver als die Aussichten für die nächsten zwölf Monate.
Die DIHK hat ihre Wachstumsprognose angehoben. Für dieses Jahr und für 2027 rechnet sie nun mit einem Plus von 1,0 Prozent. Bislang waren für dieses Jahr lediglich 0,3 Prozent erwartet worden. Damit fällt die Handelskammer etwas pessimistischer aus als die Bundesregierung und führende Forschungsinstitute.
DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov sagte, derzeit zeige sich ein Aufschwung, der auf Kredit beruhe. Hinzu kämen Impulse durch den Export.
Die strukturellen Probleme des Standorts seien nach Melnikovs Worten nicht gelöst. Stattdessen gebe es oft endlose Debatten, unter anderem über die Senkung der Stromsteuer, die allen versprochen worden sei. Melnikov sieht das nicht so. Den Betrieben fehle zu oft das Vertrauen.
Nach den Umfrageergebnissen wollen derzeit 24 Prozent der Unternehmen ihre Investitionen ausweiten, 30 Prozent dagegen reduzieren. Im Vergleich zur Befragung im Mai hätten sich diese Werte zwar verbessert, doch bleiben die Firmen zurückhaltend. Wenn investiert werde, dann eher in Ersatz und Reparaturen als in die Ausweitung von Kapazitäten.
Beim Personal zeigt sich ein ähnliches Bild. Jedes zehnte Unternehmen will neue Stellen schaffen, jedes vierte dagegen Jobs abbauen.
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