US-Außenminister Marco Rubio hat Berichte zurückgewiesen, er plane, die Regierung von Präsident Donald Trump zu verlassen. Wie die Hindustan Times berichtete, hatte es zuvor geheißen, Rubio erwäge nach der Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen seine Optionen. Rubio selbst erklärte in einem Interview in seinem Büro im Weißen Haus, wie die New York Times berichtet, er habe immer vorgehabt, bis zum Ende der Amtszeit für Trump zu arbeiten.
Zu den Berichten sagte Rubio, um ehrlich zu sein wisse er nicht, woher solche Dinge kämen. Er liebe die Arbeit, die er mache. Außerdem lache er jedes Mal, wenn es heiße, Trump werde seinen Job aufgeben, denn dann frage er sich, welchen Job damit gemeint sei. Rubio ist zugleich nationaler Sicherheitsberater Trumps.
Fragen, ob er bei der Präsidentschaftswahl 2028 antreten wolle, beantwortete Rubio nicht. Über 2028 werde er nicht mehr sprechen, sagte er, und dabei bleibe es. Dem Sender NBC hatte Rubio im Mai gesagt, er werde Vizepräsident JD Vance unterstützen, falls dieser kandidiere. Vance sei ein sehr guter Freund von ihm.
Bloomberg hatte zuvor berichtet, Rubio denke nach der Niederlage bei den Zwischenwahlen über einen Abgang aus der Trump-Regierung nach. Personen aus dem Umfeld der Angelegenheit sagten, Rubio und seine Berater gingen Optionen durch. Bloomberg schrieb jedoch auch, dass Rubio noch keine Entscheidung getroffen habe und es keinen Zeitplan gebe. Einige dieser Personen sagten demnach, Rubio habe mit Verantwortlichen im Weißen Haus über einen Rücktritt gesprochen und sei gebeten worden zu bleiben.
Das Weiße Haus und das Außenministerium wiesen den Bericht laut Bloomberg zurück. Dylan Johnson, Assistant Secretary of State für globale öffentliche Angelegenheiten, nannte die Meldung vollkommen falsch. Sie beruhe auf den Aussagen anonymer Quellen und sei eines Boulevardblatts würdig. Beni Rae Harmony vom Weißen Haus erklärte, die Meldung sei nichts als eine erfundene Ente anonymer Quellen ohne sachliche Grundlage.
Dem Independent zufolge wurde Rubio diesseits und jenseits des Atlantiks als möglicher Rücktrittskandidat beobachtet. Insider hätten erwartet, dass er zurücktritt, um sich auf eine Bewerbung um die republikanische Präsidentschaftsnominierung im November 2028 vorzubereiten. Laut dem Blatt sagten hochrangige Parteiquellen in den USA und hochrangige Vertreter der britischen Regierung, Rubio könne schon vor dem Ergebnis der Zwischenwahlen zurücktreten. Dies hätten die Quellen nach der Wahl wiederholt.
Ein Washingtoner Insider sagte dem Independent, Rubio müsse sich vom Iran-Krieg distanzieren und ihn Trump anlasten. Ein Verbündeter Rubios sagte dem Blatt, es ergebe völlig Sinn, dass er zurücktrete und die Regierung verlasse. Zugleich sagte dieser Verbündete, Rubio könne nicht antreten, solange er Außenminister sei. Die Verbindung zur Regierung würde seinen Aussichten ohnehin schaden.
Eine hochrangige Quelle in der britischen Regierung sagte dem Independent, man beobachte, was Rubio nach den Zwischenwahlen tun werde. Es erscheine unwahrscheinlich, dass er im Amt bleibe.
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