Auf den Kanarischen Inseln hat sich der Zustrom von Migranten in dieser Woche stark beschleunigt. Am Freitag zuvor hätten demnach mehr als 1.000 Migranten die Inselgruppe erreicht, dabei sei ein Mensch gestorben.
Wie die öffentlich-rechtliche spanische Rundfunkanstalt RTVE meldete, hat der Inselrat von El Hierro den sozialen Notstand ausgerufen. Der Inselrat ist die Selbstverwaltungsbehörde der Kanareninsel, auf der insgesamt nur rund 12.000 Einwohner leben.
Der Präsident des Inselrats sagte in einem Interview mit dem Sender, man brauche mehr Ressourcen, um die aktuelle Migrationskrise zu bewältigen.
Nach Angaben von Reuters retteten Seenotrettungsdienste in den ersten sechs Novembertagen 3.261 Migranten vor den Kanaren. Die Lage sei absolut untragbar, so Clavijo laut der Agentur.
Im Herbst steige die Zahl der Überfahrten, wenn auf dem Meer bessere Bedingungen herrschen als sonst.
Wegen der Migrationskrise habe Italien vorübergehend Grenzkontrollen zu Spanien eingeführt, Frankreich habe seine Kontrollen an den Grenzen verschärft.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, es gebe keine stichhaltigen Beweise dafür, dass Marokko hinter dem Massenansturm gestanden habe.
Kommentare (0)