Im US-Bundesstaat Wisconsin ist ein Säugling an den Masern gestorben, wie n-tv berichtet. Nach Angaben der Behörden ist es der erste Masern-Todesfall dort seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten. Zuletzt war im Bundesstaat 1990 ein Mensch nach einer Maserninfektion gestorben.
Der Tod des Kindes ist bereits der zweite Masern-Todesfall in den USA innerhalb dieser Woche. Erst am Montag hatte der Bundesstaat New York den ersten Masern-Tod seit 30 Jahren gemeldet, auch dort war ein Kind betroffen. Die USA hatten die Masern im Jahr 2000 offiziell für ausgerottet erklärt. Nun greift die Infektion zunehmend um sich.
In diesem Jahr seien bereits 5182 Fälle der hochansteckenden Krankheit bestätigt worden.
Sie rief die Bewohner des Bundesstaats dazu auf, sich und ihre Familien zu schützen.
In New York hatte Gouverneurin Kathy Hochul von den Demokraten den Notstand wegen des Ausbruchs ausgerufen, der vor allem ländliche Gebiete trifft.
Die Wiederausbreitung der Masern steht im Zusammenhang mit wachsender Impfskepsis in Teilen der Bevölkerung. Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., den Präsident Donald Trump ins Amt gebracht hat, gilt als überzeugter Impfskeptiker und hat die Sicherheit der Masernimpfung wiederholt angezweifelt. Das steht nach Darstellung des Berichts im Gegensatz zum Stand der medizinischen Forschung.
Masern sind eine hoch ansteckende Viruserkrankung. Obwohl die Krankheit häufig als typische Kinderkrankheit gilt, können sich auch ungeimpfte Erwachsene anstecken.
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